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Stormarner Tageblatt

19. August 2017 | 06:09 Uhr

Dem Krebs den Schrecken nehmen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Gesundheitsforum von Stormarner Tageblatt, Asklepios Klinik und Barmer GEK am Donnerstag, 12. März, um 19 Uhr im Bürgerhaus

Der Krebs ist laut einer Forsa-Umfrage die am meisten gefürchtete Krankheit. Fast 70 Prozent der Deutschen haben am meisten Angst davor, an Krebs zu erkranken. Diese Angst ist verständlich, denn jedes Jahr erkranken rund 500  000 Menschen in Deutschland daran. So werden Tumorerkrankungen in den kommenden Jahren die Herz-Kreislauf-Krankheiten als Todesursache Nummer 1 verdrängen.

Im „Darmkrebs-Monat“ März widmet sich das Gesundheitsforum des Stormarner Tageblatt in Zusammenarbeit mit der Asklepios Klinik am kommenden Donnerstag, 12. März, ab 19 Uhr im Bürgerhaus dem genetischen Risiko und den erblichen Formen von Krebs sowie neuen Behandlungsmöglichkeiten und Therapien.

>Dr. Heike Fink, leitende Oberärztin der Inneren Medizin der Klinik in Bad Oldesloe informiert über vermeidbare Risikofaktoren und wie das Leben mit Krebserkrankung bewältigt werden kann. >Dr. Hamid Mofid, Chefarzt Chirurgie, stellt die Möglichkeiten der Chirurgie bei der Behandlung von Tumorerkrankungen vor.

>Dr. Simone Heidemann, Fachhumangenetikerin am Institut für Tumorgenetik Nord in Kiel, spricht über neue Forschungsergebnisse.

Sicheren Schutz vor einer Krebserkrankung gibt es nicht, aber gesunde Lebensführung hilft enorm. Auch erbliche Belastungen können relevant sein. Früherkennungsprogramme für Brust-, Haut-, Darm- und Prostatakrebs helfen. Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung und dritthäufigste Todesursache bei Männern in Deutschland. In den letzten Jahren ist die Zahl der Neuerkrankungen stetig gestiegen und wird für 2014 auf mehr als 70  000 geschätzt. Allerdings ist Lungenkrebs mit Abstand die tödlichste Krebserkrankung: 1,6 Millionen Menschen starben 2012 daran. Mit deutlichem Abstand folgten Leberkrebs (9,1 Prozent) und Magenkrebs (8,8 Prozent). Mit schätzungsweise 75  200 Neuerkrankungen im Jahr ist Brustkrebs die mit Abstand häufigste Krebserkrankung der Frau. Etwa eine von acht Frauen erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs.

Die Therapiemöglichkeiten haben sich für viele Krebserkrankungen deutlich verbessert. Etwa 60 Prozent aller Patienten werden dauerhaft geheilt. „Bei der Bekämpfung von Krebs wurden in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte erzielt. Die Onkologie ist das Fachgebiet, wo am meisten passiert. Es wird sehr viel Geld in die Forschung gesteckt, und wir wissen inzwischen sehr gut, wie Tumorzellen entstehen und wachsen“, sagt Dr. Heike Finck. „Man ist immer mehr dabei, Grenzen zu verschieben. Neben der Genetik hat auch die Chirurgie ganz viel verändert“, sagt Dr. Hamid Mofid. So sei die Mortalitätsrate bei Darmkrebspatienten um 20 Prozent gesunken.

Ganz wichtig sind die von den Krankenkassen finanzierten Maßnahmen zur Früherkennung: „Die Vorsorgeuntersuchung ist eine der wenigen Maßnahmen, die Krebs frühzeitig erkennen und heute in vielen Fällen sogar heilen kann“, betont Ralf Klesch, Bezirksgeschäftsführer der Barmer GEK in Bad Oldesloe. „Aus diesem Grund übernehmen wir als Krankenkasse auch individuelle Untersuchungen, die eine noch schnellere Früherkennung ermöglichen. In der Therapie und Forschung hat sich in den letzten Jahres viel Gutes getan“, weiß Ralf Klesch.

Diesen Trend bestätigt auch Dr. Simone Heidemann: „Inzwischen kann durch die Krebsforschung vielen Menschen geholfen werden“, sagt die Genetikerin vom Institut für Tumorgenetik in Kiel. Aber auch Viren, die ebenfalls verschiedene Krebsarten auslösen können, beispielsweise im Gebärmutterhals oder in der Leber, werden ein Thema des interessanten und informativen Abends sein. Anschließend besteht für die Besucher des Gesundheitsforums wieder ausreichend Zeit, den Experten ihre Fragen zu stellen. Der Eintritt im Bürgerhaus ist frei.







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erstellt am 05.Mär.2015 | 11:02 Uhr

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