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Stormarner Tageblatt

15. Dezember 2017 | 18:59 Uhr

DaZ: Je zwei Container für die Berufsschulen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

von
erstellt am 25.Feb.2016 | 16:41 Uhr

Das befürchtete Chaos nach den Sommerferien wird es an den Berufsschulen in Ahrensburg und Bad Oldesloe nicht geben. In einer gemeinsamen Sitzung von Bau- und Schulausschuss hatten sich CDU und SPD kurzfristig auf einen gemeinsamen Antrag verständigt, den die Vorsitzenden Wolfgang Gerstand (CDU) Sigrid Kuhlwein (SPD) einbrachten. An beiden Standorten werden zwei Containerklassen für Deutsch als Zweitsprache (DaZ) aufgestellt mit der Option auf je zwei weitere.

Die Frage, ob die Berufsschulen auch baulich erweitert werden müssen, ist erstmal verschoben. Den zusätzlich notwendigen und langfristigen Bedarf soll der Schulausschuss klären, der Mitte April wieder tagt. Die Planungsfragen wurden dem Bauausschuss zugeordnet.

Die Schulleiter Rüdiger Hildebrandt und Joachim Steußloff hatten noch einmal auf den Bedarf hingewiesen. „Wir rechnen nach den Sommerferien mit zwölf bis 14 Klassen“, so Hildebrandt. Zurzeit sind es sechs. In Oldesloe sind es so viele, weil unbegleitete Flüchtlinge im St. Josef Heim untergebracht sind. An der Berufschule Ahrensburg werden es ab März vier Klassen sein, und wenn nichts getan werde „brennt ab Sommer die Hütte“, so Steußloff. Nach Berechnungen der Verwaltung wären am Nachmittag ausreichend Räume für DaZ frei. Eine Ausweitung des Nachmittags-Unterricht lehnen die Rektoren aber ab. „Wir arbeiten projektorientiert und es gibt hohen Absprachebedarf. Bei Unterricht nach 15 Uhr weiß ich nicht, wann die Kollegen dann noch Konferenzen machen sollen“, so Hildebrandt.

An seiner Schule, wo seit Sanierungsbeginn acht Containerklassen aufgebaut wurden, hatte die Kreisverwaltung noch zwei „Verfügungsklassen“ in Containern ausgemacht, die für Klausuren genutzt werden. Aber nicht nur dafür, so Hildebrandt: „Die Sanierung ist immer noch nicht abgeschlossen. Es ist mehrfach vorgekommen, dass die Elektronik nachts die Fenster geöffnet hat und die Räume so ausgekühlt waren, dass wir ausweichen mussten.“

„Es sind alle gefordert, zur Lösung beizutragen“, sagte Kirstin Krochmann (CDU), „wir werden den akuten Bedarf decken und dann in Ruhe über eine dauerhafte Lösung nachdenken.“ Für die FDP pochte Gorch-Hannis la Baume darauf, dass die Schulen Möglichkeiten ausloten, den Nachmittagsunterricht zu erweitern. Einig waren sich alle, dass vage Prognosen keine Grundlage für feste Neubauten sein können.

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