zur Navigation springen
Stormarner Tageblatt

13. Dezember 2017 | 07:17 Uhr

Das Ziel: Barrierefreiheit

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Bargteheider Finanzausschuss gibt grünes Licht für Sanierung des Kleinen Theater

Die Sanierung des Kleinen Theaters kann beginnen. Wichtigstes Ziel dabei ist die Barrierefreiheit. Der Bargteheider Finanzausschuss gab jetzt grünes Licht, jedenfalls für die dringlichsten Arbeiten. Der Sanitärtrakt wird erneuert und ein Lift für Menschen mit Handicap wird eingebaut. Damit können sie die vier Stufen im Foyer überwinden. Auch das WC für Gehbehinderte wird so umgebaut, dass ein Rollstuhl dort wenden kann. Die Arbeiten werden voraussichtlich schon in den ersten drei Wochen der Sommerferien ausgeführt. Dann ist das Cinema Paradiso samt Restaurant Papillon ohnehin geschlossen.

Kinobetreiber Hans-Peter Jansen drängt zur Eile: „Bis zum Beginn des Schleswig-Holstein Musik Festivals sollte das Haus ansehnlicher sein.“ Ein neuer Anstrich und die Verschönerung des Parkplatzes seien wünschenswert. Mit der Sanierung im Gebäude sind viele seiner Wünsche bereits erfüllt. „Entscheidend ist, dass jetzt mal angefangen wird.“ Denn bereits seit vier Jahren wurde über einen barrierefreien Zugang beraten. Die vorhandenen Toiletten reichen nach Ansicht Jansens für den Bedarf aus. Skeptisch betrachtet er die Idee eines zweiten Foyers an der Südwestseite: „Damit entsteht ein Goldkäfig, der für maximal 20 Veranstaltungen im Jahr genutzt wird.“ Auch ein zweiter Ticketschalter sei nicht nötig, Karten könnten auch online verkauft werden. „Wir sollten das Haus endlich in die Jetztzeit bringen“, sagt Jansen, „sonst werden wir von Ahrensburg überrollt, wenn dort ein Kino entsteht.“

Bei der Sanierung dürfen auch keine Wände versetzt werden. „Dann gilt kein Bestandsschutz fürs Gebäude mehr“, sagte Bernd Wohlfahrt vom Bauamt. Denn damit würden erheblich höhere und entsprechend teurere Richtlinien für einen Umbau gelten.

Alle Beteiligten finden den Lösungsansatz unbefriedigend, eine andere Lösung scheint aber nicht möglich. Sie hätten eine Rampe vorgezogen, die aber aus Platzgründen nicht möglich ist. „Für den Höhenunterschied von 72 Zentimetern auf vier Stufen und bei fünf Prozent Steigung müsste eine Rampe 14 Meter lang sein“, sagte ein Vertreter des Beirats für Menschen mit Behinderung in der Sitzung. Das sei bautechnisch nicht möglich.

Der Tresen für den Ticketverkauf muss für den Einbau des Hublifts umgebaut und versetzt werden. Außerdem soll der Garderobenraum einen zweiten verglasten Eingang zur Hamburger Straße hin erhalten. Die Stahltür auf der Rückseite wird durch eine weitere Fenstertür ersetzt.

Die im Haushalt bereitstehenden Mittel von 110  000 Euro dürften für diese Sanierungsschritte reichen. Die Kommunalpolitiker möchten das Haus auch außen aufwerten. Ein zweites Foyer zu einem dann gepflasterten Innenhof mit Parkplätzen für Menschen mit Handicap wird vom Ausschussvorsitzenden Norbert Siemer (CDU) favorisiert.

An der Stelle des bisherigen Notausgangs sollte mit einem neuen Foyer auch ein zweiter Ticketschalter entstehen. Er soll bei geschlossenen Veranstaltungen im Restaurant genutzt werden. „Wenn wir schon Geld in die Hand nehmen, soll eine vernünftige Lösung herauskommen“, so Siemer. Für die Überplanung der Außenflächen sollte der Verschönerungsverein mit ins Boot geholt werden. Auch ein Vorbau statt eines zweiten Foyers mit Ticketverkauf ist noch im Gespräch. Darüber wurde noch nicht entschieden und das wird den bisherigen Kostenrahmen auch überschreiten. Für die übrigen Be-schlüsse stimmten neun Ausschussmitglieder bei einer Enthaltung.






zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen