Todendorf : Das war ein weiter Weg

Schnipp-schnapp und das symbolische Band ist durchtrennt. Die Zeremonie nahmen Bürgermeister  Hans-Joachim Dwenger (links) und Matthias Henkel vom Landesamt   für Straßenbau und Verkehr in Lübeck auf der neuen Fahrbahn vor.
Schnipp-schnapp und das symbolische Band ist durchtrennt. Die Zeremonie nahmen Bürgermeister Hans-Joachim Dwenger (links) und Matthias Henkel vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr in Lübeck auf der neuen Fahrbahn vor.

Millionen-Projekt: Die Ortsdurchfahrt in Todendorf wurde jetzt auch offiziell freigegeben. Der Abschnitt bis zum Kreuz Bargteheide muss nach gemacht werden.

shz.de von
21. Juni 2014, 06:45 Uhr

Es war ein langer und holpriger Verlauf vom Beschluss der Gemeindevertretung zum Ausbau der Landesstraße 90 am 14. März 1991 bis zur offiziellen Einweihung der neuen Ortsdurchfahrt am 20. Juni 2014. Eine Wegstrecke, die von planerischen Hürden und witterungsbedingten Problemen, von Voll- und Teilsperrungen, kilometerlangen Umleitungen und verkehrstechnischen Einschränkungen sowie Anwohner-Protesten geprägt war.

Doch „was lange dauert, wird endlich gut. Das können wir von unserer Landstraße sagen“, betonte Bürgermeister Hans-Joachim Dwenger gestern vor Amtskollegen, Amtsleuten und Zaungästen bei der Freigabe der Straße. Auch Landrat Klaus Plöger ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen, bei der Einweihung von Todendorfs neuer Hauptverkehrsader dabei zu sein. Schließlich ist dieses knapp 1,7 Millionen Euro teure Projekt die größte Todendorfer Maßnahme seit dem Bau des Mehrzweckgebäudes im Jahre 2000.

„Wir sind glücklich, dass wir das geschafft haben“, machte Hans-Joachim Dwenger im Vorfeld der Einweihung deutlich: „Es wäre aber noch schöner, wenn es bis zur Autobahn gehen würde. Wir hoffen schnellstmöglich auf den Weiterbau bis zur Kreuz Bargteheide.“

Ungeachtet dessen kann sich der bisherige Ausbau der L 90 auf einer Länge von 1,1 Kilometern zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse und -sicherheit sehen lassen. Die Fahrbahn ist akurat geglättet und wurde auf sechs Meter verbreitert. Vorher hatte die Hauptstraße zwischen 4,8 und 5,2 Meter. Aber nicht nur Autofahrern und Co. kommt die Maßnahme zugute. Ebenso profitieren Fußgänger. Denn zum Ausbau gehörten ein 2,50 Meter breite Gehweg sowie die Umstellung der durchgehenden Straßenbeleuchtung auf LED-Technik. 31 Lampen wurden ausgetauscht.

Zudem sei die Oberflächenentwässerung komplett neu, merkte Bauingenieur Jörg Müller (Gosch-Schreyer-Partner, Ingenieurgesellschaft Bad Oldesloe) an. Er freute sich über die Fertigstellung im Zeitplan. Am 14. Januar 2013 wurde mit der Baumaßnahme begonnen, und am 21. Dezember sollte sie abgeschlossen sein. Bis auf kleinere Restarbeiten war sie das bereits am 16. Dezember 2013. Die Freigabe der neuen Ortsdurchfahrt schloss sich an. Dass die offizielle Einweihung erst jetzt stattfand, hatte organisatorische Gründe.

Matthias Henkel, stellvertretender Sachgebietsleiter beim Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr (LBV-SH), dankte im Namen seines Chefs Jens Sommerburg, der sich im Urlaub befindet, der Gemeinde für die gute und konstruktive Zusammenarbeit und wünschte ebenso wie Dwenger: eine sichere, gute und unfallfreie Fahrt!

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