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Schloss Ahrensburg : Das Wahrzeichen wird verschönert

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Auf der Südseite der Schlossinseln entstehen Wanderwege, Zapfstellen für Strom auf der Nordseite.

Das Ahrensburger Wahrzeichen erhält eine weitere Verjüngungskur. Jetzt werden die Außenanlagen hergerichtet. Auf dem Südteil der Schlossinsel entsteht ein befestigter Wanderweg. Auf der Nordseite werden Rohre für Trinkwasser und die Abwasserentsorgung verlegt, auch feste Zapfstellen für Strom werden installiert. „Das Ensemble wird damit noch attraktiver für Veranstaltungen“, sagt Bürgermeister Michael Sarach.

Die Europäische Union fördert das Leuchtturmprojekt über die Aktivregion Alsterland mit 144 000 Euro. Der Leuchtturm ist der Kulturerlebnisraum Schlossensemble, für den zukünftig weiter investiert wird. Auf der Schlossinsel soll im kommenden Jahr ein Skulpturenpark entstehen. „Wir sind damit ein Jahr im Rückstand“, erklärt Jörg Schumacher von der Sparkassenstiftung. Es sei aber klüger damit zu warten, bis die Außenanlagen fertiggestellt sind.

Der neue Wanderweg auf der Südseite wird wassergebunden angelegt, wo bisher nur Rasen wuchs. Insbesondere für Besucher mit Rollatoren oder Pumps wird dieser Teil damit leichter begehbar. Das gilt auch für den Weg von der Schlossbrücke bis einschließlich zum Entree vor dem Eingang. Neben dem Weg entsteht ein Streifen mit glatterem Belag, der mit einer Kette von Lichtpunkten beleuchtet wird. Das grobe Pflaster vorm Eingang wird ebenfalls durch ein fußgängerfreundlicheres ersetzt.

„Wir arbeiten den Charakter als Landschaftspark stärker heraus“, sagt Landschaftsarchitekt Holger Muhs. Der einstige Barockpark wurde so im 19. Jahrhundert umgestaltet. Es werden auch Bäume und Sträucher beschnitten, etwa um die Sichtachse von der Bagatelle aus wieder herzustellen.
„Kein Baum muss dafür fallen“, versichert Muhs. Im Gegenteil: Eine markante Kiefer und eine Federbuche werden in Zukunft mit sparsamen und insektenfreundlichen LED-Strahlern ins rechte Licht gerückt. Die geschlitztblättrige Buche sei eine botanische Besonderheit: „Die Krone ist bis auf den Boden gewachsen, aus diesen Zweigen ist ein Kranz um den Altbaum herum entstanden“, betont Muhs. Auch der Weg auf der Nordseite wird zurzeit saniert. Insgesamt neun Sitzbänke laden zum Verweilen ein. Zwei werden an den Eckpunkten der Südinsel aufgestellt. „Dort hatte der Schlossherr Graf Schimmelmann einst zwei Pavillons bauen lassen“, sagt Muhs.

Insgesamt kostet die Verbesserung 312 000 Euro. Darin enthalten sind die 60 000 Euro für die Erneuerung der Holzbrücke zur Bagatelle, die bereits im Frühjahr fertig wurde. Nicht enthalten sind die 600 000 Euro für die Entschlammung des Schlossteichs.



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