Ahrensburg : „Das Tunneltal ist ein einmaliger Schatz“

Mit Archäologe Ingo Clausen (re.) im Tunneltal: (v. l.) Janne Bollingberg, Maria Hengst, Sigrid Kuhlwein, Maik Neubacher, Joachim Germer, Bernd Freitag und Heidrun Tacke.
Mit Archäologe Ingo Clausen (re.) im Tunneltal: (v. l.) Janne Bollingberg, Maria Hengst, Sigrid Kuhlwein, Maik Neubacher, Joachim Germer, Bernd Freitag und Heidrun Tacke.

Kreis macht sich Gedanken über ein Museumsprojekt, das neugierig macht und die Umgebung mit einbezieht.

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09. August 2016, 06:00 Uhr

Die Stadt Ahrensburg hat mit dem Tunneltal, der historischen Burg Arnesfelde und den vielen geologischen Überbleibseln aus der letzten Eiszeit attraktive Besonderheiten anzubieten, die einmalig sind in Nordeuropa. Davon ließen sich die Mitglieder des Schul-, Kultur- und Sportausschusses des Kreistages überzeugen. Sie waren der Einladung ihrer Vorsitzenden Sigrid Kuhlwein gefolgt und begaben sich mit dem Archäologen Ingo Clausen vom Archäologischen Landesamt Neumünster auf die Spuren der Rentierjäger.

Der Ausschuss hatte Anfang des Jahres die Kreisverwaltung beauftragt, die Kosten einer Machbarkeitsstudie für ein Museum oder einen archäologischen Erlebnisort zu ermitteln. Unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten und Realisierungschancen soll gemeinsam mit Ahrensburg und Hamburg geklärt werden, welche Angebote geeignet sind, die mehr als 10  000 Jahre alte Geschichte der Region den Menschen nahe zu bringen ohne Landschaft zu zerstören. Kuhlwein: „Das Tunneltal ist ein Kleinod und ein einmaliger Schatz.“ Die letzte Eiszeit hat im Tunneltal eine Reihe von geologischen Formationen hinterlassen, die es nur hier gibt und die noch auf ihre Erforschung warten. Zusammen mit noch unentdeckten Funden aus der Rentierjägerzeit und den Biotopen ergebe sich ein in Nordeuropa einmaliges Gesamtbild, so Sigrid Kuhlwein weiter.

Man sei durch Ingo Clausen sensibilisiert worden, potenziellen Besuchern die Vergangenheit behutsam nahezubringen. In welcher Form das sein soll, müsse sorgfältig untersucht werden: „Die Reste der Burg Arnesfelde gehört zur Darstellung der Regional-Geschichte ebenso dazu wie der Einfluss der landwirtschaftlichen Nutzung in den Randbereichen oder der Erhalt von Biotopen. Es muss nicht das Museum sein, in das keiner geht, es sollte ein Projekt sein, das neugierig macht und die Umgebung mit einbezieht.“ In der Ausschussitzung nach den Sommerferien soll über weitere Schritte beraten werden.

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