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Ministerin Spoorendonk auf Stippvisite in Stormarn : „Das Schloss ist eine Erfolgsgeschichte“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Anke Spoorendonk zollt viel Lob für ehrenamtliches Engagement: „Hier wird ein Stück kulturelles Erbe instand gesetzt.“

Hoher Besuch in Stormarn: Landeskulturministerin Anke Spoorendonk besuchte die Trittauer Wassermühle, das Stormarnsche Dorfmuseum in Hoisdorf und das Ahrensburger Schloss. Hier interessierte sie besonders der Fortgang der Sanierungsarbeiten im Ost- und Mittelhaus, denn das Land hat einige Fördergelder hineingesteckt.

Das Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes, das Investitionsprogramm Kulturelles Erbe des Landes Schleswig-Holstein, der Kreis Stormarn, die Sparkassenkulturstiftung Stormarn, die Sparkassenstiftung Schloss Ahrensburg, die Stadt Ahrensburg und der Freundeskreis des Schlosses generierten gemeinsam ein Investitionsvolumen von 1,174 Millionen Euro. Die gesamte Renovierung begann im Jahr 2009 im Westteil, der bereits fertig gestellt und bis jetzt für Besucher geöffnet war. Ab Montag bis Ende des Jahres wird wegen der Bauarbeiten im Mittelhaus der Betrieb geschlossen. Unter anderem werde die Beleuchtung LED-Lampen erhalten, technische und Brandschutzsanierungen durchgeführt sowie sieben Museums- und Besucherräume restauriert.

Die Ministerin schaute sich die Bauarbeiten interessiert an und ließ sich von der Geschäftsführerin der Stiftung Schloss Ahrensburg, Tatjana Ceynowa, herumführen. „Es ist unglaublich spannend zu sehen, wie die Sanierungsmaßnahmen vorangehen“, sagte Spoorendonk. Lobend erwähnte sie auch, dass die Restauratoren und Handwerksbetriebe aus Schleswig-Holstein kommen.

„Das Schloss ist wie das Rathaus, das aus einer ganz anderen Epoche stammt, zu einer richtigen Erfolgsgeschichte geworden, weil sich Menschen vor Ort engagieren“, so Spoorendonk. Besonders beeindruckten sie auch einfache Kästen, die als Statthalter für die historischen Möbel während der Bauarbeiten dastehen und mit Kärtchen über die eigentlichen Exponate beschriftet sind, damit sich die Museumsbesucher das jeweilige Zimmer besser vorstellen können. „Hier wird ein Stück kulturelles Erbe instand gesetzt, damit wir den Nachkommen unsere Geschichte zeigen können. Wir brauchen Denkmale zum Anfassen.“ Der Bezug zur Gegenwart mit Trauungen, Kinderführungen und Kulturveranstaltungen sei Ausdruck lebendiger Kultur. Tatjana Ceynowa berichtet, dass im Rahmen der Renovierungen nun auch verborgene Treppen und Zimmer der Dienerschaft geöffnet würden, um auch deren Leben zu präsentieren.

Spoorendonk lobte zudem das ehrenamtliche Engagement in Trittau und Hoisdorf: „Diese Kulturdenkmäler sind nicht öffentlich gefördert. Sie sind ein Beispiel für gemeindliches und ehrenamtliches Engagement.“
Ob es für Projekte weitere Förderungen geben könne, ließ die Ministerin offen: „Bedarf gibt es immer, aber auch als Kulturministerin kann ich manchmal nicht mehr machen.“


Zahlen und Fakten: Die Baumaßnahmen im Schloss Ahrensburg begannen 2009 mit der Fassadensanierung. 2010 ging es innen mit dem Neubau einer Treppe und der Erweiterung der Brand- und Einbruchmeldeanlage weiter. Die Teilsanierungen und Modernisierungen begannen 2011 und sollen Ende 2015 fertig werden. Zudem wurde der Schlossgraben entschlammt. Von den 1,174 Millionen Euro für das Ost- und Mittelhaus hat der Bund 400  000 dazu gegeben, das Land 350  000 Euro.








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