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Das Reinfelder Therapietheater ist gerettet

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Noch vor wenigen Wochen sah es düster aus für den Fortbestand des Therapietheaters Reinfeld, denn Regisseurin Anja Jansen und Intendantin Bärbel Nemitz wollten das Zepter nach fünf Jahren in neue Hände legen. Viel wurde diskutiert, wie das renommierte Integrations-Theater, bei dem psychisch Kranke aus dem Therapiezentrum Holstenhof und passionierte Laiendarsteller aus der Umgebung gemeinsam auf der Bühne standen, zu retten wäre. Nun ist eine Lösung gefunden, bei der immer noch Integration an oberster Stelle steht. „Die Zukunft des Therapie-Theaters ist gesichert“, freut sich Gründer Udo Reichle-Röber, der zehn Jahre lang das Therapietheater leitete und der jetzt wieder mit einem neu zusammengestellten Ensemble durchstarten möchte. Gemeinsam mit der tatkräftigen Hilfe von Mike Paap, der sich gemeinsam mit seiner Schwester Angie ehrenamtlich für die Flüchtlinge in Reinfeld einsetzt, konnten neue Darsteller geworben werden. Die Flüchtlinge aus Krisen- und Kriegsgebieten wohnen teilweise erst kurze Zeit in der Karpfenstadt und Umgebung und suchen dringend Kontakt. Das Therapietheater bleibt also ein Integrationstheater. Mitglieder des Stammensembles und neue Darsteller aus Deutschland, Afghanistan, Syrien und dem Iran werden zum Herbst eine Adaption des Shakespeare-Klassikers „Romeo und Julia“ als Einakter einstudieren. Mit einer Inszenierung dieses Stückes begann vor knapp fünfzehn Jahren die Erfolgsgeschichte des Therapietheaters. Die neue Inszenierung von Udo Reichle-Röber, (sehr) frei nach William Shakespeare, trägt den Titel „Rashid und Julia“. Rashid, ein junger, orientalischer Migrant, und das deutsche Mädchen Julia kämpfen gegen Vorurteile in ihren Familien. Ist ihre Liebe stärker als alle Anfeindungen? Die Proben finden immer donnerstags von 19 bis 20.30 Uhr im Holstenhof, Segeberger Straße 2, statt. Wer Lust hat, im neuen Stück auf oder auch hinter der Bühne mitzuwirken, ist herzlich willkommen. Reichle-Röber: „Kommen Sie zu uns ins Therapietheater und entdecken Sie faszinierende Menschen. Vielleicht sogar sich selbst.“ Weitere Information gibt es auf der Internetseite www.therapietheater.de.



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erstellt am 21.Feb.2014 | 00:34 Uhr

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