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Bargteheide : Das neue Gotteshaus wird zur Jahresmitte fertig sein

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Bargteheide wächst, die Gemeinde auch: Die Neuapostolische Kirche Bargteheide baut im Kamp 5 eine neue Kirche.

Im Bargteheider Kamp entsteht eine neue Kirche. Bauherren sind indirekt die Mitglieder der Neuapostolischen Kirche unter Leitung ihrer norddeutschen Gebietskirche in Hamburg. „Wir haben etwa 150 Mitglieder in der Region Bargteheide, davon sind 80 aktive“, sagt Kai Reddig, der Vorsteher der Gemeinde. Vereinfacht gesagt sei die Kirche eine Mischung aus der ev. und kath. Lehre.

Mit dem Wachstum der Stadt wächst auch diese Gemeinschaft. „Die Politik hat in Bargteheide bezahlbaren Wohnraum für junge Familien geschaffen“, sagt er, „deshalb werden hier viele Kinder geboren.“ Knapp 20 Kinder und Jugendliche verstärken die wachsende Gemeinde.

Kernstück der neuapostolischen Lehre ist der Glaube an die Apostel und baldige Wiederkehr Jesu Christi. Die Apostel stehen geistlich und organisatorisch an der Spitze der Kirchenhierarchie. Sie werden als Nachfolger der frühchristlichen Apostel gesehen. Die Gemeinschaft erhebt keine klassische Kirchensteuer. Sie finanziert sich aus freiwilligen Opfergaben der Mitglieder. „In der Regel sind das zehn Prozent des Einkommens“, sagt Reddig. Damit lehnt sich die Kirche an den biblischen Zehnten an. Eine zentrale Rolle spielt das Neue Testament der aktuellen Luther-Bibel.

Die Gottesdienste werden zurzeit in der Gemeinde Ahrensburg abgehalten. Bis zum Juni soll das Gebäude in Bargteheide fertig sein. Gottesdienste werden dann wieder am Mittwochabend und sonntags ab 9.30 Uhr abgehalten. Parallel gibt es eine Sonntagsschule für die Kinder und Jugendlichen. Als Sakramente gibt es Taufe, Konfirmation und Abendmahl. Die Neuapostolische Kirche kennt aber auch die Versiegelung, die Taufe mit dem Heiligen Geist. Die Prediger sprechen ohne Manuskript, Grundlage dafür ist ein Bibeltext als grober Leitgedanke. „Wenn ich so spontan rede, erlebe ich Inspiration des Heiligen Geistes“, so Reddig. Die Gemeinde stelle einen beruflichen Querschnitt durch die Bevölkerung dar.

In der Ökumene sei man im Gespräch mit anderen Christen. Der Missionsauftrag werde heute vor allem in einer Vorbild-Funktion für andere Menschen gesehen. „Wir möchten glaubwürdig als Christen auftreten und so andere Menschen anregen, sich mit der Bedeutung ihres Christseins zu beschäftigen.“
Reddig stammt aus einer neuapostolisch orientierten Familie und wurde in Hannover geboren. „Ich bin in diesem Glauben aufgewachsen und habe mich als Erwachsener dafür entschieden“, sagt Reddig, „das habe ich mir reiflich überlegt.“ Wie seine Frau Cornelia arbeitet der Gemeindevorsteher als Unternehmensberater im Interims-Management .

In Bargteheide besteht die Gemeinde seit 1929. „Zuerst haben wir uns in privaten Wohnungen und später in angemieteten Räumen getroffen“, sagt Reddig. Seit 1978 gab es eine eigene Kirche. Die Gemeinschaft übernahm die ehemalige Feuerwehrwache im Kamp 5 und baute sie für ihre Zwecke dementsprechend um.

Auf diesem Grundstück wird jetzt der Neubau errichtet, der bis Jahresmitte fertig sein soll. Die architektonische Konzeption richte sich auf ein einladendes Willkommen aus. Viel Glas und Oberlichter sollen das unterstreichen. Hinter dem Gebäude entstehen Parkplätze, über das Grundstück wird ein Verbindungsweg zum Wohngebiet an der Trabrennbahn geöffnet.


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