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Stormarner Tageblatt

15. Dezember 2017 | 05:59 Uhr

Das Miteinander leben

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Kreissportverband Stormarn bringt mit der Sparkassen-Sozialstiftung ein Inklusionsprojekt auf den Weg

shz.de von
erstellt am 24.Feb.2016 | 17:23 Uhr

Der Startschuss ist gefallen, jetzt müssen Taten folgen. Der Kreissportverband Stormarn (KSV) hat sich als großes Thema für die nächsten Jahre „Inklusion von Menschen mit Handicap“ auf die Fahnen geschrieben. Und damit das nicht Lippenbekenntnisse bleiben, hat sich der neue KSV-Vorstand unter dem Vorsitzenden Adelbert Fritz intensiv mit dem Thema beschäftigt. Vor allem Joachim Lehmann, Vorsitzender des TSV Glinde, brachte sich stark ein.

Aus diesen Überlegungen ergibt sich ein Konzept, das jetzt mit Leben gefüllt wird. Ab 1. März beschäftigt der KSV einen Experten für die Inklusion von Behinderten in den Vereinssport. Der 26-jährige Markus Katz hat in Kiel auf Sportlehramt studiert und wird nun für drei Jahre eine Stelle antreten, die die Angebote der Vereine koordinieren und erweitern soll. Die Sparkassen-Sozialstiftung Stormarn zeigte sich angetan von der Idee und ermöglicht die Durchführung mit einem Zuschuss von rund 120 000 Euro zur Verfügung. Von diesem Geld wird ein Fahrzeug angeschafft, Material geordert und auch die Personalkosten sind abgedeckt. „Ohne diesen Zuschuss wäre das Projekt nicht möglich“, sagt KSV-Chef Adelbert Fritz. „Wir erhoffen uns von diesem Engagement vor allem langfristige und nachhaltige Effekte. Es ist ein Anstoß, der den Stein ins Rollen bringen kann“, so Dr. Martin Lüdiger, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Holstein.

Konkret sollen neue Sportangebote für Behinderte geschaffen werden, an denen auch Menschen ohne Handicap teilnehmen. Wichtig sei dabei aber, dass Vereine und Teilnehmende nicht überlastet werden, betont Prof. Dr. Manfred Wegner von der Universität Kiel, der das Projekt wissenschaftlich begleiten wird. Entscheidend sei es, Multiplikatoren zu finden und vor allem jetzt zu Beginn auf die Leute zu setzen, die dem Projekt und Inklusion gegenüber aufgeschlossen seien. Interesse haben bereits der TSV Glinde, der VfL Oldesloe, TSV Bargteheide, der Ahrensburger TSV, SV Preußen Reinfeld und die SG StoBa geäußert. „Wir werden nach und nach die ersten Projekte ab August und September starten. Ich freue mich drauf“, so Kartz.  

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