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Stormarner Tageblatt

20. August 2017 | 10:41 Uhr

Bargteheide : Das Kleine Theater lebt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Vielversprechender Neujahrsempfang des Fördervereins in Bargteheide.

Es ist ein starkes Signal, das vom Neujahrsempfang des Fördervereins des „Kleinen Theaters“ in Bargteheide ausgeht: Die Kulturschaffenden der Kleinstadt stehen zusammen, wenn es um die Zukunft ihres Kleinods geht. Nachdem klar wurde, dass sich das nach der 2013 verstorbenen Theaterchefin Kirsten Martensen benannte KM–Management im Sommer aus dem operativen Geschäft zurückziehen wird und auch Martensen Tochter Caroline Dibbern „keine Ambitionen hat, die künstlerische Gesamtintendanz zu übernehmen“, ist die Zukunft der beliebten Spielstätte offen. Wer wird die Lücke in der Leitung und Verwaltung füllen? Welche Rolle übernimmt die Stadt Bargteheide? Kurzum: Wie wird es gelingen, das qualitativ gute Programm von Kindertheater über Oldie-Kabarett bis hin zu den durch den Kulturring organisierten Gastspielen populärer Künstler zu erhalten?

Erhoffte Antworten darauf gab es am Vormittag im Saal nicht. „Ich bin davon überzeugt, dass es hier sehr gut weitergehen kann und hoffe es für Bargteheide und alle, die das Theater lieben, dass eine sehr gute Lösung gefunden wird. Ich weiß, dass Verhandlungen laufen“, sagte die Vorsitzende des Vereins, Angela Kroß. Stadtpolitiker oder Verwaltungsmitarbeiter – die zur der Situation hätten Stellung beziehen können – waren, abgesehen von Jürgen Weingärtner (SPD) nicht vor Ort. „Krankheit und Urlaub haben das verursacht“, sagte Kassenwartin Heidi Bange.

Das eingangs erwähnte starke Zeichen zeigte sich bei den Personen, die gekommen waren. Denn Vertreter des Kulturrings, der Verschönerungsvereins und der verschiedenen Theatergruppen sowie des Poetry Slams „Wort für Wort“ waren gemeinsam im Saal vereint. Das war früher durchaus keine Selbstverständlichkeit. Großen Applaus gab es für den Auftritt von Poetry-Slammer Lennart Hamann. Doch auch musikalische Auftritte, Ausschnitte aus den Weihnachtsmärchen und des Programms des Oldie-Kabaretts wurden vom Publikum begeistert angenommen. Außerdem gab es einen kleinen Ausblick auf das Sommermärchen „Die Bremer Stadtmusikanten“ mit Regisseurin Christina Schlie. Die Nachricht des Empfangs, dem auch der bekannte Filmemacher und „Kleines Theater“ Fan Detlev Buck beiwohnte, war deutlich: Es geht weiter im „Kleinen Theater“ und zwar gemeinsam über Vereinsgrenzen hinweg.  

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erstellt am 08.Feb.2016 | 06:00 Uhr

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