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Ahrensburg : Das Kino kommt – an den Bahnhof

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der Bauausschuss stimmte für Vorschlag der Melchers-Gruppe mit Supermarkt und Wohnungen an der Reitbahn. Die SPD enthielt sich, weil ihr der Anteil geförderten Wohnraums zu gering war.

Der Vorspann ist angelaufen: Das Ahrensburger Kino-Projekt nimmt langsam Formen an, der Bauausschuss der Stadt sprach sich jetzt dafür aus, das „Konzept A“ zu realisieren – ein Kinogebäude an der Bahnhofstraße und ein Einkaufsmarkt plus Wohnungen an der Alten Reitbahn. Investor ist das Bremer Unternehmens Melchers Immobilien, Kinobetreiber die Hamburger K-Motion GmbH & Co. KG .

CDU, Grüne, WAB und FDP stimmten für diese Variante, nur die Sozialdemokraten enthielten sich der Stimme. Weil der Anteil des geförderten Wohnraumes nicht dem Wahlprogramm der SPD entspreche, begründete Rafael Haase die Enthaltung. Die Melchers-Planung sieht ein Viertel sozialen Wohnungsbau vor. Die SPD wollten ein Drittel und stellte dazu einen Antrag. Der wurde von den anderen Fraktionen allerdings abgelehnt. Ganz ablehnen wollten die Sozialdemokraten ein Projekt, das auf der Wunschliste der Ahrensburger steht, aber auch nicht. „Also mussten wir uns der Stimme enthalten“, so Haase.

Tobias Koch (CDU) hatte gleich zu Beginn der kurzen Debatte deutlich die Position seiner Fraktion erklärt: „Durch die Aufteilung auf zwei Standorte bringt das Melchers-Konzept eine optimale Auslastung, daher hat sich die CDU klar für diese Variante entschieden.“ Allerdings wünschten sich auch die Christdemokraten eine Nachbesserung: Auf dem Grundstück Alte Reitbahn müssen noch mehr öffentliche Parkplätze eingeplant werden.

Gleichzeitig sprach Koch von einer „gewissen Tragik“ und richtete sich damit an die P  &  B Bau Consulting mit der Geschäftsführerin Susanne Philipp. Die frühere CDU-Stadtverordnete und stellvertretende Bürgermeisterin war es, die mit Procom-Invest den Anstoß zu einem Kino-Neubau an der Alten Reitbahn gegeben hatte, „und jetzt wird ein anderes Konzept realisiert“, so Koch.

Der Melchers-Gruppe gehört der Edeka-Markt am Bahnhof. Der entspricht nicht mehr den Anforderungen und sollte ohnehin abgerissen und größer neu gebaut werden. Zusammen mit den Hamburger Kinobetreibern kam man auf die Idee eines Grundstück-Tauschs. Für ein Kino ist der Standort am Bahnhof optimal, während ein Supermarkt an der Alten Reitbahn besser untergebracht wäre. Gleichzeitig hat man dadurch an der Reitbahn mehr Platz für Wohnungsbau. Einen Supermarkt hatte Procom ebenfalls vorgesehen, zusätzlich noch einen Elektromarkt.

Das Thema Kino in Ahrensburg tauchte seit dem Abriss für den CCA-Neubau 2008 immer wieder auf. Mit Vorschlägen wie einem Kino auf einem Parkhaus-Dach waren Investoren immer wieder in der Politik gescheitert. Mit der Empfehlung des Bauausschusses sei nun ein wichtiger Zwischenschritt gemacht, so Koch. „Die Stadt muss allerdings sicherstellen, dass nach der Übergabe des Grundstückes Alte Reitbahn auch tatsächlich ein Kino neben dem P+R-Haus Alter Lokschuppen gebaut wird.“

Das Parkhaus war ein weiteres Kriterium, sich für die Melchers-Variante zu entscheiden. Die Plätze seien abends nur schwach belegt, also ideal für Kinobesucher, die mit dem Auto kämen. Das Gebäude soll um eine weitere Parkebene aufgestockt werden, ein Anbau am Alten Lokschuppen ist nicht vorgesehen. Die Planungs- und Bauphase eingerechnet könnte der erste Film im neuen Ahrensburger Kino im Jahr 2019 laufen.

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