zur Navigation springen
Stormarner Tageblatt

17. August 2017 | 04:21 Uhr

„Das ist ein total tolles Stück“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Oldesloer Bühne betritt mit dem Weihnachtsmärchen 2014 Neuland: Die Bremer Stadtmusikanten lassen die Bühne beben

Zum ersten Mal in ihrer 48-jährigen Geschichte führt die Oldesloer Bühne zum diesjährigen Weihnachtsmärchen die Bremer Stadtmusikanten auf, eines der beliebtesten und bekanntesten Märchen der Gebrüder Grimm. Premiere ist am kommenden Sonntag, 23. November, um 15 Uhr in der Grabauer Mehrzweckhalle.

„Etwas Besseres als den Tod findest du überall!“, sagt der Esel Grauschimmel zu seinen Freunden, der Katze Bartputzer, dem Hund Packan und dem Hahn Goldkopf. Denn allen Tieren, die auf dem Mühlenhof wohnen, droht Schlimmes, weil sie alt und müde sind. Und so platzt der Witwe Bolte (Marlies Jacobs) eines Tages der Kragen, denn die Katze fängt keine Mäuse mehr, der Esel kann keine schweren Säcke mehr schleppen, der Hund lässt Einbrecher ins Haus und der Hahn ist eigentlich nur noch für eine Suppe gut.

Also beschließen die vier Tiere als Musikanten nach Bremen zu gehen. „Die letzte Lösung ist jetzt eine Tournee“, sagt der Esel (Matthias Bockwoldt), der die Laute auf einem alten Waschbrett spielt. Der Hund (Nadine Hamm) schlägt die Pauke auf einer Schüssel, der Hahn (Lina Hamm und Berenike Jurawitz in einer Doppelbesetzung) bläst das Horn auf einer Blechgießkanne und die Katze (Lara Buchmann) kann dazu prima miauen. Doch bevor sie in die Stadt gelangen, verlaufen sich die Freunde zunächst einmal im Wald, wo kurz zuvor schon die beiden tollpatschigen Räuber Kalle (Jörg Peters) und Palle (Horst Külper) herumstrolchten. Sie waren auf Raubzug im Mühlenhof und wollen ihre Beute jetzt stolz der Räuberhauptfrau Gertrude (Jennifer Urbigkeit) zeigen. Doch die strenge Lady ist alles andere als zufrieden damit und putzt die beiden Männer tüchtig herunter. „Wenn ihr mich nicht hättet! Ich bin hier der Boss“, sagt die resolute Gertrude, mit der nicht zu spaßen ist.

„Ich liebe diese Rolle. Sie ist so richtig schön fies und böse, aber auch sehr taff“, sagt Jennifer Urbigkeit, die seit dem 6. Lebensjahr auf der Bühne steht und in ihrer ersten Rolle einen Schmetterling spielte. Das ist 13 Jahre her, inzwischen leitet die 19-Jährige die Bühnenjugend. Beim Weihnachtsmärchen tobt sie herum, dass es eine wahre Freude ist. Außerdem hat Jennifer eine kräftige und ausdrucksstarke Stimme, die sie auch bei den vielen Gesangsstücken voll zur Geltung bringt.

Regisseur Jörg Peters hat sich für eine Märchenfassung von Manfred Hinrichs mit mitreißender Musik und Liedern entschieden. „Das ist ein total tolles Stück. Zum Glück können alle Spieler auch gut singen“, sagt der 51-Jährige, der auch im vergangenen Jahr schon die Regie beim Weihnachtsmärchen führte. Alle Spieler tragen ein kleines Headset, so dass sie später bei den Aufführungen auch gut zu verstehen sind.

Die Rolle des Hahns teilen sich die beiden erst achtjährigen Nachwuchsspielerinnen Lina Hamm und Berenike Jurawitz, die sich als sehr textsicher und selbstbewusst erweisen. „Die Rolle des Hahns ist keine einfache und ganz schön anstrengend zu spielen“, sagt Jörg Peters, dem seine Rolle als Räuber sichtlich Spaß macht.

Immer wieder wird das Publikum mit einbezogen, so dass keinerlei Langeweile aufkommen kann, ganz im Gegenteil. Das Stück ist sehr witzig, denn der schwerhörige Hund versteht immer wieder alles falsch. Die beiden Räuber sind ziemliche Schisser und nicht gerade die Hellsten, und die Räuberhauptfrau so richtig schön fies, dass alle Kinder und auch Erwachsenen an dem Dreigenerationenstück großen Spaß haben werden.




zur Startseite

von
erstellt am 18.Nov.2014 | 10:23 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen