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Ahrensburg: : Das Innenstadtkonzept findet wenig Gefallen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Bauausschuss der Stadtvertretung moniert die Prioritätenliste. Das Hauptthema Hamburger Straße scheint vernachlässigt.

Das hatten sich der Bau- und Planungsausschuss sowie der Umweltausschuss während ihrer gemeinsamen Sitzung etwas anders vorgestellt: Der Zwischenstand zum „Innenstadtkonzept“ im Rahmen der Städtebauförderung Ahrensburg des Bremer Stadtplanungsbüros BPW (Baumgart und Partner) fand wenig Gefallen – weil nach Ansicht der Ausschüsse falsche Prioritäten gesetzt worden waren.

Diesen Vorwurf musste sich der Stadtplaner Frank Schlegelmilch gefallen lassen, der umfangreiche Denkmodelle und Varianten zu den Themen Ratssitzungssaal, Neubau einer Bibliothek und einer möglichen Standortverlagerung der Volkshochschule als eine der 58 in dem Konzept vorgesehenen Maßnahmen vorgetragen hatte. Damit hatte der Diplom-Ingenieur allerdings einen empfindlichen Nerv der Politik getroffen – den Ratssitzungssaal. CDU und Grüne beeilten sich mit der Feststellung, dieses Thema stehe auf keinen Fall ganz oben auf der Liste, „es ist schade, dass ausgerechnet dieses politisch umstrittene Projekt als erstes Thema vorgestellt wird“, sagte Monja Löwer von den Grünen.

Viel lieber hätten die beiden Ausschüsse Einzelheiten zu dem Projekt gehört, das nach erklärten Willen der Politik ganz oben steht, nämlich Umgestaltung der Hamburger Straße (Rondeel bis AOK-Kreuzung). Man wolle mit der Hamburger Straße anfangen, war der einhellige Tenor der Gremien – nun wird es in der nächsten Sitzung des Bauausschusses zu diesem Thema umfangreiche Informationen geben.

Die Hamburger Straße soll dem Design der Innenstadtstraßen angeglichen werden, der Preis dafür wären allerdings weniger Parkplätze. Das Thema Parkplätze in der Innenstadt wird sicherlich noch für Diskussionen sorgen, auch in der Hagener Allee und in der Großen Straße sollen Stellflächen entfallen. Dafür allerdings favorisieren die Stadtplaner ein unterirdisches Parkhaus auf dem Stormarnplatz, unten Autos (240 Parkplätze) und oben Grünflächen. Und: Die Einbahnstraßenregelung in der Manhagener Allee soll „umgedreht“ werden, damit sollen Parkplatzsuchende gezielt zu den wenig genutzten Parkhäusern „Alte Meierei“ und „Woldenhorn“ geleitet werden.

Einen kleinen Fortschritt gab es dagegen beim Langzeitthema Flächennutzungsplan: Die Fläche Erlenhof-Nord wird nicht als Wohnbaupotentialfläche in den Flächennutzungsplan aufgenommen, dafür wird die Fläche Rosenweg/Bünningstedter Straße für Wohnbebauung im künftigen Flächennutzungsplan ausgewiesen. Und: Ein Teil des Stormarnplatzes wird nicht für Wohnbebauung freigegeben.

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