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Stormarner Tageblatt

24. Oktober 2017 | 14:20 Uhr

Natur im Blick : Das Infohaus wird attraktiver

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Unter einem neuen Dach arbeitet das „Haus der Wilden Weiden“ im Naturschutzgebiet Höltigbaum / Stellmoorer Tunneltal. Die Bürgerstiftung „Natur im Norden“ hat die Trägerschaft für das Naturschutzprojekt übernommen.

shz.de von
erstellt am 26.Feb.2014 | 16:46 Uhr

Unter einem neuen Dach arbeitet das „Haus der Wilden Weiden“ im Naturschutzgebiet Höltigbaum / Stellmoorer Tunneltal. Die Bürgerstiftung „Natur im Norden“ hat die Trägerschaft für das Naturschutzprojekt übernommen. „Wir haben damit zwei Betriebszweige zusammengeführt“, sagt Projektleiter Jan Hellwig, „die Umweltbildung und den Naturschutz.“ Die Stiftung könne länderübergreifend arbeiten. Das sei von Vorteil für das Naturschutzareal, das teils auf Hamburger und teils auf Schleswig-Holsteinischem Gebiet liegt.

Zugleich wurde ein neues Leitbild erarbeitet. „Wir haben dafür vier intensive Workshops organisiert“, sagt Hellwig, „dabei ist auch eine neue Broschüre entstanden.“ Die Unternehmensberatung Global Division in Hamburg hat diesen Prozess als Sponsor mit 9000 Euro unterstützt, deren Managerin Gabriele Busch hat zudem die Workshops moderiert.

Die Ausstellung im Haus der Wilden Weiden soll überarbeitet werden und das Info-Haus soll noch attraktiver für Veranstaltungen werden. „Die Beweidung wird jetzt nach Bioland-Richtlinien erfolgen“, sagt Hellwig, der die Leitung im vergangenen Jahr übernommen hat. Um das Gebiet als halboffene Weidelandschaft zu erhalten, ist eine Beweidung erforderlich. Robust-Rinder, Schafe und Ziegen sorgen dafür, dass der natürliche Aufwuchs gebremst wird und der jetzige Zustand erhalten bleibt. Seit 1990 ist der ehemalige Truppenübungsplatz Naturschutzgebiet.

Ausgebaut wird die Umweltpädagogik im Haus, die sich vor allem an den Jüngsten ausrichtet. Für Kindergärten und Grundschulen gibt es unter anderem das „Wilma-Projekt“. „Wilma heißt eines unserer Rinder“, erklärt Hellwig. Über ein ganzes Jahr bietet das Info-Haus dabei acht Unterrichtseinheiten an, die aus einem Katalog von 30 Themen ausgewählt werden können. Freiberufliche Umweltpädagoginnen leiten die Kinder dabei an. „Der Vorteil für sie ist, dass sie dabei eine Bezugsperson haben“, sagt Hellwig.
Leider profitiere davon zurzeit vor allem Hamburg. „Wir sind schlecht an den öffentlichen Nahverkehr in Schleswig-Holstein angebunden“, erklärt Hellwig. Die Kulturstiftung der Sparkasse hatte bis 2012 einen Shuttle-Bus für Kitas und Schulen finanziert, doch diese Förderung wurde eingestellt. Das Info-Haus hofft deshalb auf weitere Sponsoren, die auch Kindern aus Schleswig-Holstein Naturerlebnisse ermöglichen möchten.

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