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Denkmalschutz im Oldesloer Bahnhof : Das historische Dach wird erneuert

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Deutsche Bahn beginnt mit der Grunderneuerung des über 100 Jahre alten Bahnsteigdaches Gleis 6/7 im Bahnhof von Bad Oldesloe.

Über 100 Jahre alt ist das Bahnsteigdach am Gleis 6/7 im Bahnhof Bad Oldesloe. Die schlichte und zu seiner Zeit besonders modern wirkende Konstruktion wurde noch von der Lübeck-Büchener-Eisenbahn konzipiert. Die Deutsche Bahn beginnt jetzt mit der aufwändigen Grunderneuerung . Die Arbeiten werden am Sonntag, 31. August, um 23 Uhr aufgenommen. Zunächst müssen notwendige Sicherungsarbeiten an der Oberleitung sowie die Einrichtung der Baustelle vorgenommen werden. Von Sonnabend, 20. September, bis Mitte November erfolgt dann der Rückbau des gesamten Bahnsteigdaches. Während dieser Arbeiten werden die angrenzenden Parkplätze teilweise durch Baufahrzeuge- und Materialien belegt. Die Bauarbeiten finden während des laufenden Betriebes statt und sind aus diesem Grund sehr zeitaufwendig.

Der Neubau des Daches ist für Anfang März 2015 geplant. Als Ersatz für das demontierte Dach werden während der Bauzeit zusätzliche Wetterschutzhäuschen und provisorische Beleuchtungen installiert. Die vorhandenen Wartebereiche sowie die Treppenaufgänge erhalten Einhausungen beziehungsweise Überdachungen. „Alle Arbeiten sowie die Planungen für das neue Dach erfolgen in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz“, sagt Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis. Die Kosten für den Neubau in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro trägt das Land Schleswig-Holstein. Der Abschluss aller Bauarbeiten ist für Ende des kommenden Jahres geplant.

„Da die Strecke Lübeck - Hamburg tagsüber stark befahren ist, soll überwiegend nachts und an den Wochenenden gearbeitet werden“, so Meyer-Lovis, der betont: „Für die Arbeiten kommen moderne, lärmgedämpfte Geräte und Maschinen zum Einsatz. Trotzdem lassen sich Belästigungen durch Lärm und Staub nicht vermeiden. Zudem warnen Signalhörner die Arbeiter im Gleisbereich vor herannahenden Schienenfahrzeugen. Die Warneinrichtungen entsprechen den gesetzlichen Vorgaben und werden von den Unfallkassen ausdrücklich gefordert. Sie sind den Gegebenheiten entsprechend angepasst.“

Diese Bauarbeiten können je nach Bauzustand auch Auswirkungen auf den Zugverkehr haben. Meyer-Lovis: „Die Deutsche Bahn wird rechtzeitig informieren.“

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