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Bargteheide : „Das hat mein Leben bereichert“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Von Menschen, die Hilfe suchen, und Menschen, die sie gerne gewähren. Weihnachtsfeier für die Flüchtlinge und ihre Paten.

Ein harmonisches Bild von Hilfsbereitschaft und Menschlichkeit zeigte sich bei der Weihnachtsfeier für die Flüchtlinge und ihre Paten. Im Bargteheider Stadthaus hatten sich über 200 Menschen aus Amt und Stadt dazu versammelt. Menschen, die Hilfe suchen, und solche, die sie gern gewähren. „Das hat mein Leben bereichert“, sagt etwa Birgit Schröder, „ich habe dadurch viel dazugelernt.“

Sie betreut eine Albanerin und deren 18-jährige Tochter, die hier seit einem Jahr leben. Nach dem Ende ihrer Berufstätigkeit hat sie sich eine neue Aufgabe gesucht. „Ich war immer ein hilfsbereiter Mensch“, sagt sie, „deshalb habe ich mich fürs Ehrenamt entschieden.“ Das fülle ihr Leben jetzt aus, sie habe quasi eine Mutterrolle übernommen. „Es macht mir viel Spaß, und sie sind super-dankbar dafür.“

„Wir zeigen, wie belastbar die Bürgergesellschaft ist“, sagte Herbert Sczech, Amtsvorsteher für Bargteheide- Land. Sie zeige Humanität und das sei eine lebendige Botschaft für Frieden, Freiheit und Demokratie. „Sie sind weltoffen, tolerant und gastfreundlich“, sagte er zu den Paten der Flüchtlinge. Jene müssten aber auch die Werte einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung akzeptieren. „Das dürfen wir auch von ihnen verlangen“, sagte Sczech.

Bisher sind in diesem Jahr 135 Flüchtlinge in der Stadt und weitere 122 im Amtsbereich eingetroffen. „Für 2016 rechnen wir mit etwa der gleichen Anzahl“, prognostiziert Sczech. Hinter diesen nackten Zahlen stünden Menschen, die ihre Heimat aus Angst vor Krieg und Terror verlassen hätten.

Viele Gemeinden und Privatinvestoren planen bereits den Bau neuer Wohnungen. Solch schlicht gestaltete Wohnungen könnten auch allen Sozialmietern zugute kommen. Denn trotz der Neubauten auf dem Alten Sportplatz gibt es noch Wartelisten für Sozialwohnungen in Bargteheide und dem Umland.

Mary Zarbali ist vor knapp einem Jahr aus dem Iran gekommen. Sie wollte die Scheidung von ihrem Mann. „In diesem Fall erhält der Mann das Sorgerecht“, sagt sie. Zudem ist sie zum Christentum konvertiert. Damit bekommt man noch mehr Schwierigkeiten im Gottesstaat Iran. Fluchtgründe gab es also genug. Mary Zarbali ist noch nicht anerkannt. Als Ingenieurin mit Bachelor-Abschluss dürfte sie aber ein Gewinn für den deutschen Arbeitsmarkt sein.




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