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Oldesloer Testschwimmen : Das Hallenbad im Härtetest

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

170 Kinder machten den Belastungstest: Im Travebad wurde die neue Badewasser-Aufbereitungstechnik auf besondere Weise überprüft.

„Endlich können wir wieder schwimmen“, sagen Beverly, Lena und Lukas wie aus einem Munde. Das Trio tummelt sich im großen Becken und macht mit 170 anderen Schülern der Masurenwegschule, der TMS, der Immanuel-Kant-Schule Reinfeld und Kindern des Kinder- und Jugendhauses St. Josef den Wasserbelastungstest im Travebad. Endlich ist ein Ende der Bauarbeiten in Sicht. „Wir können zwar keine verbindlichen Zusagen machen, aber ich rechne damit, dass das Travebad im Februar eröffnet werden kann“, blickt Stadtwerke-Chef Jürgen Fahl positiv in die nahe Zukunft. Dann seien auch die kleineren, noch anstehenden Arbeiten wie die Sicherheitsbeschilderung hoffentlich beendet. Auch das städtische Bauamt muss das neue Hallenbad noch abnehmen, externe Sachverständige kümmern sich um Brandschutz und die Lüftungsanlage.

Der Belastungstext sei ein großer Schritt nach vorne. Zwei Durchgänge mit mindestens der Hälfte der zugelassenen 210 Badegäste müssten durchlaufen werden, so Fahl. Das sei die vorgeschriebene Nennbelastung, um auswertbare Proben zu erhalten. Diese werden im Keller an der modernen Wassertechnik-Anlage vor, während, und nach dem Schwimmen entnommen und im Laufe der Woche ausgewertet. Fahl rechnet bereits in einigen Tagen mit einer mündlichen Nachricht aus dem Labor. Die Membranfiltration der Badewasser-Aufbereitungstechnik ist so innovativ, dass es noch keine Din-Norm für die hochmoderne Anlage gibt. Deshalb lassen sich die Stadtwerke von Experten des UKSH und dem Gesundheitsamt wissenschaftlich begleiten. Beim Belastungstest sind sie ebenfalls dabei. Die fehlende Din-Norm sei jedoch kein Nachteil, denn die Membranfiltration sei viel wasser- und energiesparender als der alte Kiesfilter. Fahl rechnet mit 8,5 Millionen Kosten für das Hallenbad, an dem seit Juli 2011 gebaut wird. Noch gebe es einen Streit mit einer Baufirma, so dass dies nur eine Schätzung sein könne. Die Maße des großen Schwimmbeckens (25 mal 16,6 Meter, 1 500 000 Liter Wasser) und des Planschbeckens haben sich nicht verändert, hinzugekommen ist das neue Kursbecken. Sämtliche Umkleide- und Sanitäranlagen sowie die Dachkonstruktion wurden modernisiert. „Außerdem wurden die Startblöcke gestrichen und der Beckenrand neu gefliest“, erklärt der Oldesloer Stadtwerke-Leiter.

Die ersten inoffiziellen Badegäste im Travebad interessieren sich dafür herzlich wenig. Sie wollen einfach nur schwimmen, rutschen, plantschen, toben und ihren Spaß haben – und das bei einer angenehmen Wassertemperatur von 29 Grad. Auch Betriebsleiterin Marion Arpe, seit 36 Jahren im Amt, kann die Eröffnung kaum erwarten: „Ich freue mich sehr, dass es jetzt voran geht.“ Ihre Kollegin Kerstin Söth, seit 20 Jahren bei den Stadtwerken, tat während der Bauarbeiten im Ratzeburger Hallenbad ihren Dienst: „Ich komme aus Nienwohld und bin froh, meinen alten Arbeitsplatz wieder zu haben.“

 

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erstellt am 14.Jan.2014 | 12:00 Uhr

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