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Stormini : Das Erfolgsmodell geht in die nächste Runde

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Bei der zehnten Auflage gastiert die Kinderstadt ab 23. Juli in Reinbek-Neuschönningstedt

„Alle anders – alle gleich“ ist der Leitgedanke der zehnten Kinderstadt Stormini des Kreisjugendrings Stormarn (23. bis 29. Juli) im Reinbeker Ortsteil Neuschönningstedt. Er passt nicht nur in die Zeit – er wird auch in der Praxis umgesetzt. Zwölf Kinder aus Flüchtlingsfamilien und sechs Kinder aus Reinbeks polnischer Partnerstadt Kolo werden am Zeltlager teilnehmen.

Rund 260 Kinder zwischen neun und 13 Jahren leben eine Woche in „ihrer“ Stadt – mit einem Parlament, einer Bürgermeisterin oder einem Bürgermeister, Sparkasse, Arbeitsamt und natürlich ganz viel Spaß. „Stormini ist und bleibt ein Erfolgsmodell“, sagt Landrat Dr. Henning Görz als Schirmherr und verspricht, dass das Projekt auch in den kommenden Jahren finanziell gefördert werde. In diesem Jahr gibt der Kreis 58  000 Euro für Stormini. „Es ist schön, dass wir mit der Kinderstadt jetzt auch im Süden des Kreises angekommen sind“, würdigte der Landrat Stormini als „wohl landesweit einmalig“.

Neu gehört das Thema Kirche zu Stormini. „Wir erheben Reinbek zum Uni-Standort“, sagt der Pastor der Gethsemane-Kirche, Michael Paul, „es wird in Stormini das kürzeste Studium aller Zeiten geben – ich werde zwei Stunden über Weltreligionen sprechen, über Juden, Christen und den Islam.“

Und die Namen der einzelnen Zeltgruppen werden nicht mehr von Comic-Figuren hergeleitet, sondern tragen jetzt Ländernamen, „aber nicht welche, die jeder kennt, Kiribati zum Beispiel“, sagt Projektleiter Ansgar Büter-Menke. Wenn die Kinder ein fremdes Land – ein fremdes Zelt – besuchen, müssie sie sich einen Stempel in ihren Stormini-Reisepass geben lassen. Abgaben für Steuern und Krankenkasse gehören ebenfalls zu Stormini – gezahlt wird in der Zeltstadtwährung Stormark. Das gilt auch für den Lohn in den rund 50 verschiedenen Jobs, die sich jeder aussuchen kann.

Für die 260 zur Verfügung stehenden Plätze in Stormini gab es rund 500 Bewerbungen. 28 Schlafzelte gibt es, insgesamt werden 65 Zelte auf dem Gelände rund um die Begegnungsstäte Neuschönningstedt stehen. Das Gelände ist abgeriegelt, Torwachen regeln den Einlass. Am 26. Juli ist die Bürgermeisterwahl, am 27. Juli findet der so genannte ViP-Tag statt: Dann dürfen auch Erwachsene Stormini besuchen. Die nächste Kinderstadt schlägt im kommenden Jahr in Reinfeld ihre zelte auf. Info unter www.stormini.de.

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