Bad Oldesloe : Das Ende der Mängelliste

Wird jetzt bald alles gut? Laut den Vereinigten Stadtwerken sollen die letzten Mängel des Travebads sehr zeitnah Geschichte sein.
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Wird jetzt bald alles gut? Laut den Vereinigten Stadtwerken sollen die letzten Mängel des Travebads sehr zeitnah Geschichte sein.

Der Oldesloer Hauptausschuss beschäftigt sich mit Hallenbad. Letzte Mängel sollen bald behoben sein. Bürgermeister Jörg Lembke verweigert sich einer Parkausnahme für Trainer.

shz.de von
26. Januar 2018, 06:00 Uhr

In den Augen von Teilen der Bevölkerung ist das „Travebad“ eine Abfolge von Pleiten, Pech und Pannen. Auch die Lokalpolitik hatte sich nervlich angespannt gezeigt, wenn das Thema „Travebad“ wiedermal auf der Tagesordnung erschien.

Doch jetzt scheint Bewegung in die Sache zu kommen. Die Vereinigten Stadtwerke (VSG) haben eine Mängelliste für den Hauptausschuss erstellt inklusive der Termine, wann diese endgültig abgestellt sein sollen. So soll beispielsweise dafür gesorgt werden, dass das Warmwasser an einigen „Entnahmestellen nicht mehr zu kalt“ und das Kaltwasser „an einigen Entnahmestellen nicht mehr zu warm“ sei, erklärte Jürgen Fahl von der Stadtwerken. Dazu kämen Kleinigkeiten. So funktionieren die automatischen Türen nicht einwandfrei, so wie auch die Drehkreuze. „Das sind aber alles Dinge – das möchte ich betonen – die den Aufenthalt für den Badegast nicht wirklich einschränken“, so Fahl.

„Wenn ich das so lese, bestätigt sich mein Eindruck, dass die Mängel gar nicht so groß waren“, sagte Horst Möller (CDU). „Ich habe den Eindruck, dass da übertrieben wurde. Und ich finde es gut, dass die Dinge nun gelöst werden. Ich höre auch keine Beschwerden aus meinem Umfeld“, so Möller weiter. Er wolle das Thema daher langsam mal abschließen.

Hendrik Holtz (Linke) war skeptischer. Ein Großteil der Mängel soll nämlich bis zum 31. Januar final behoben sein. „Wie kommt es, dass das nun so schnell geht und dann auch noch so kurz nach der Sitzung?“, fragte er. „Da es sich zum Großteil um Gewährleistungen der Firmen handelt, muss ich einschränkend sagen, dass die darauf oft keine Lust haben, weil ja kein Geld zu holen ist. Wir können also nur immer wieder mahnen und drohen, bis hier jemand herkommt“, so Fahl über die Schwierigkeiten. Der 31. Januar sei jeweils anvisiert, doch versprechen könne er es nicht. Für diese Einschränkung zeigte der Großteil des Ausschuss Verständnis.

Doch im Rahmen der Diskussion kam ein weiteres Thema auf, das zu einer kontroversen Diskussion führte. Hajo Krage (SPD) wollte wissen, wie die Verwaltung gewährleisten könne, dass Übungsleiter auf dem Parkplatz der Stadt vor dem Travebad länger als drei Stunden stehen dürfen, ohne ein Knöllchen zu bekommen. So wie es im Beschluss zu der Drei-Stunden-Parkregelung politisch vorgesehen war. „Gar nicht. Wir werden für die DLRG sicher keine Ausnahmeregelung machen“, stellte Bürgermeister Jörg Lembke überraschend deutlich klar. „Dann kommen – zu Recht – auch alle anderen Übungsleiter und Ehrenamtler, die in der Stadt zu tun haben und sagen, dass sie auf dem Exer aber länger stehen müssen oder keine Parkgebühren bezahlen“, so Lembke.

„Wir sollten bürgernah an einer Lösung arbeiten und nicht auch noch die letzten Ehrenamtler verprellen, wegen solcher Machtspielchen. Das kann nicht sein“, war der fraktionslose Wolfgang Schmidt erbost. „Herr Lembke, Sie können Ihre Meinung haben, aber Sie müssen Beschlüsse umsetzen. Daher sage ich nochmal: Finden Sie eine Lösung, egal wie die aussieht, das ist ihr Auftrag“, so Krage. Der Verwaltungs-Chef will jetzt schriftlich darlegen, warum ordnungsamtlich keine Lösung möglich sei.

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