Das Duell der Kandidaten

Amtsinhaber Michael Sarach (SPD), Jörg Hansen (Grüne) und Christian Conring (CDU). Rechts Moderator Martin Hoefling.
Amtsinhaber Michael Sarach (SPD), Jörg Hansen (Grüne) und Christian Conring (CDU). Rechts Moderator Martin Hoefling.

Bürgermeister-Bewerber stellten sich dem Stadtforum: „Eine Mischung aus uns dreien wäre gut“

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05. Juli 2015, 15:45 Uhr

Der Themenkatalog reichte von Verkehrsplanung bis Wochenmarkt, von effizienter Stadtverwaltung bis Stadtmarketing.

Die drei Bewerber um das Bürgermeisteramt stellten sich jetzt den Fragen des Ahrensburger Stadtforums: Christian Conring, CDU (50), Jörg Hansen, Grüne (54), und Amtsinhaber Michael Sarach, SPD (62). Gewählt wird am 27. September, eine mögliche Stichwahl ist am 11. Oktober vorgesehen.

Die wohl spannendste Frage stellte Moderator Martin Hoefling zum Schluss der Fragerunde an die – vorerst drei – Kandidaten: „Warum wären Sie der beste Bürgermeister?“ Natürlich benannte niemand sich selbst, „wenn er eine Mischung aus uns dreien wäre“, wagte sich Jörg Hansen nach vorne und Michael Sarach bezeichnete die Kandidaten – also auch sich selbst – als „interessante Auswahl“. Konkreter wurde Christian Conring: „In meiner Amtszeit würde ich mehr liefern als den Entwurf eines Flächennutzungsplanes“, spielte er auf die ab und zu laut werdenden Vorwürfe gegen den Amtsinhaber an, Sarach sei zu wenig kreativ.

Einig war man sich darüber, die Stadt weiter nach vorne zu bringen, „eine Marke Ahrensburg wäre vorstellbar“, sagte Jörg Hansen, „die Innenstadt muss sich verändern und wir müssen erreichen, dass mehr Menschen nach Ahrensburg ziehen – beispielsweise mit dem Angebot eines bezahlbaren Wohnraumes.“ Große Hoffnungen setzt Michael Sarach in das neu erwachte Stadtmarketing, Christian Conring dagegen bemängelte fehlende Marketing-Experten.

Generelle Einigkeit hörten die etwa 60 Zuhörer darüber, dass der Rathausplatz und die Hamburger Straße attraktiver werden müssten, dass mehr für Radler getan werden müsse (Hansen: „Die CDU hat keinen Bock auf Fahrradfahrer“) und darüber, dass die Nordtangente irgendwann realisiert werden sollte. „Ich bin eigentlich dagegen, aber als möglicher Bürgermeister würde ich die Planung unterstützen“, betonte Jörg Hansen und reihte sich in den Tenor der beiden anderen ein – nämlich ein Bürgermeisteramt ohne Einfluss der Politik zu führen.

Mehr Kommunikation zwischen Rathaus und Fraktionen (Conring: „Es kann nicht sein, dass Politik vor ausverhandelten Verträgen gestellt wird“) gelobten alle drei, leichte Hilflosigkeit wurde spürbar, als es wieder um die Optik der Tiefgaragenrampen des CCA ging: „Es wurde nie etwas schriftlich dazu fixiert, die Verhandlungen sind schwierig“, räumte Sarach ein. Letztendlich alles zurückhaltend, unbeantwortet blieb schließlich die Frage von Nessler-Geschäftsführer Stefan Skowronnek: „Welche Visionen haben Sie für Ahrensburg?“

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