zur Navigation springen

Försterei Reinfeld denkt an die Zukunft : Das Bett bereitet für die Buchenkinder

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Im Sattenfelder Forst ziehen Kaltblüter noch mit einem Pflug den Waldboden ab.

Wer in diesen Tagen im zur Försterei Reinfeld gehörenden Sattenfelder Forst bei Tremsbüttel unterwegs war, dem werden zwei Pferde in den Wäldern aufgefallen sein. Die beiden französischen Kaltblutpferde hatten eine ganz besondere Aufgabe: Sie zogen mithilfe eines Pflugs den Waldboden ab und befreiten ihn von der oberen Humusschicht.

Der Grund dafür ist, dass die Buchen in diesem Jahr besonders reich an Früchten sind, die in den kommenden Wochen zur Erde fallen werden. Um den Bucheckern dann bessere Keim- und Wuchsbedingungen geben zu können, entschied sich Matthias Wruck, Revierleiter der Försterei Fohlenkoppel in Reinfeld, für den Einsatz der imposanten Pferde. „Wenn die Bucheckern nun auf die Erde fallen und später vom schützenden Herbstlaub bedeckt werden, haben sie die besten Bedingungen zu jungen Buchen heran zuwachsen“, erklärt der Förster: „Wir verzichten dabei auf Maschinen, denn die Pferde können hier viel genauer Arbeiten“. Der diesjährige Früchtereichtum an den Buchen kann den Wäldern auch noch auf andere Weise nützen. In ausgewählten Bereichen wie in der Reinfelder Fohlenkoppel werden die herabfallenden Bucheckern mit Netzen aufgefangen und anschließend zur Anzucht in Baumschulen gebracht.

Nach zwei bis drei Jahren können die jungen Buchen dann andernorts angepflanzt werden. Dafür in Frage kommen beispielsweise Flächen, die von den Stürmen im vergangenen Jahr verwüstet wurden. Hier pflanzen die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten auf den entstandenen Kahlflächen junge Eichen und Buchen, die zum Wald von morgen heranwachsen. Zudem werden die Pflanzen in Nadelwälder gepflanzt, um stabile Mischwälder zu schaffen, die den Klimaveränderungen besser stand halten können und die Wälder fit für die Zukunft machen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen