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Stormarner Tageblatt

14. Dezember 2017 | 20:38 Uhr

Bargteheide : Das Bahnhofsumfeld im Blick

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Bargteheider Stadtverwaltung lädt die Bürger zur öffentlichen Diskussionsveranstaltung ein /Anmeldefrist läuft

Die Bürger können an der Umgestaltung des Bahnhofumfelds mitwirken. Dafür wird eine Abendveranstaltung am 21. April geplant. „Wir möchten mit der Bevölkerung ins Gespräch kommen und die Planungsalternativen vorstellen“, sagt der stellvertretende Bürgermeister Claus Christian Claussen. Zwar lägen bereits konkrete Planungen vor, aber der Dialog werde ergebnisoffen geführt. „Es gibt keine Denkverbote, wir sind offen für alle guten Ideen.“ Letztlich werde der Planungsausschuss danach über die Umsetzung entscheiden.

Die Probleme rund um den Bahnhof sind bekannt. „Es gibt zu wenige Parkplätze und Abstellmöglichkeiten für Fahrräder“, sagt Bauamtsleiter Jürgen Engfer. Zu eng ist auch der Raum für den Busverkehr. Die Busbuchten sind zu schmal, abgestellte Fahrzeuge ragen auf die Fahrbahn hinaus. Außerdem haben die Busse Probleme beim Wenden. Schließlich könnte auch die Situation bei der Fußgängerampel verbessert werden.
Klaus Mensing (Planungsbüro Convent) wird den Workshop moderieren. Er hat bereits die Arbeit der AG Stadtentwicklung begleitet. „Angemeldete Teilnehmer erhalten im Vorweg die Planungsunterlagen“, sagt er.

Berücksichtigt wird auch die unklare Situation der S 4. Zwar ist das dritte Gleis von Ahrensburg bis Bargteheide in der S-Bahnplanung aus Kostengründen vorerst gestrichen. Doch das könne sich später noch ändern, so Engfer: „Wir wollen uns nichts verbauen, auch falls der Fußgängertunnel weiter nach Süden verlegt wird.“ So hatte es die Bahn ursprünglich geplant. „Die Bahn ist ein unsicherer Partner“, sagt Mensing dazu. Das habe sich schon bei der Planung des jetzigen Tunnels gezeigt, der vor elf Jahren gebaut wurde, so Claussen: „Wir haben damals bei der Bahn nachgefragt, sie konnte uns aber keine Auskunft geben.“ Hätte die Stadt damals auf Antworten gewartet, dann gäbe es den Tunnel womöglich bis heute noch nicht. Jedenfalls wird die Möglichkeit eines dritten Gleises berücksichtigt. Dafür müsste die Bahnhofstraße im Süden um etwa sieben Meter nach Westen verschoben werden. Das wird auch bei der Planung der Feuerwehrwache und der Erweiterung des Seniorendorfs auf der Westseite der Straße berücksichtigt.

Diskutiert wird auch ein sozialer Wohnungsbau auf der Ostseite. Hier könnte ein Baufenster für Geschossbau eingeplant werden. Der Bedarf an Fahrradstellplätzen am Bahnhof wird auf 600 geschätzt. Ob dafür ein Radhaus gebaut wird oder die Räder ebenerdig abgestellt werden, ist ebenfalls ein Thema für den Stadtdialog. Das gilt auch für Parkplätze für die Anwohner und die Pendler. Platz für zusätzliche Pendlerfahrzeuge gibt es nur auf der Ostseite der Bahn. Bisher gibt es nur knapp 200 Stellplätze im Bahnhofsumfeld, die reichen bei Weitem nicht aus.




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