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Stormarner Tageblatt

16. Dezember 2017 | 21:49 Uhr

Das alte Rathaus wächst

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Rathaus Barsbüttel wird für Millionen saniert und erweitert

von
erstellt am 26.Feb.2017 | 12:31 Uhr

Sanierung oder Neubau: Die Frage, was aus dem Rathaus wird, beschäftigt Barsbüttel seit Jahren. Nach diversen Vorschlägen, Entwürfen und Kostenvoranschlägen gibt es jetzt einen Beschuss des Planungsausschusses, über den endgültig die Gemeindevertretung entschieden hat. Sanierung und eine Erweiterung könnten unter dem Strich fast zehn Millionen Euro kosten.

So viel hatte man in Barsbüttel eigentlich nie ausgeben wollen. Schon vor etwa zehn Jahren war klar, dass etwas mit dem Verwaltungsbau aus den 70er Jahren geschehen muss. Die Idee, das Gebäude am Stiefenhoferplatz abzureißen, das Grundstück zu verkaufen und Am Akku neu zu bauen, war 2011 an einem Bürgerentscheid gescheitert.

Ursprünglich ging man von Sanierungskosten in Höhe von 3,6 Millionen Euro aus, die aber schnell auf 4,3 Millionen stiegen. Nachdem der Neubau vom Tisch war, beschloss die Gemeindevertretung 2014 eine Teilsanierung für 2,5 Millionen Euro. Im Gebäude begann man bereits, die Verkleidungen abzunehmen, Mitte 2015 stoppten CDU und SPD das Projekt aber wieder. Sie wollten nun lieber einen Neubau auf auf dem Gelände der Sparkasse gegenüber. Der sollte gut 6,2 Millionen Euro kosten.

Auch das wurde 2016 in einem Bürgerentscheid deutlich mit 63,5 Prozent der abgegebenen Stimmen abgeschmettert. CDU und SPD setzten nun auf eine Vollsanierung und eine Erweiterung des Rathauses. Als die Kosten dafür aber auf 8,5 Millionen Euro stiegen, flammte die alte Debatte noch mal kurz auf. Wenn ein Neubau günstiger werde, müsse man neu nachdenken, forderten Planungsausschuss-Vorsitzender Wolfgang Böckmann (CDU) und SPD-Fraktionsvorsitzender Hermann Hanser.

Diskutiert wurde das aber nicht mehr. Die (öffentlich nicht genannte) Summe für einen Neubau, die das Architekturbüro Böckmann auf Nachfrage mitgeteilt hatte, war so hoch, dass sich das Thema erledigt hatte. Die Kosten für die Sanierung schätzt das Hamburger Architektenbüro „ams“ auf 8,5 Millionen Euro. 800  000 Euro für das Anmieten von Büros während der Bauzeit kommen ebenso hinzu wie wahrscheinliche Preissteigerungen. Laut Raumkonzept wird das Verwaltungsgebäude mit der Sanierung knapp ein Drittel größer. Die Nutzfläche wächst durch einen Anbau im Erdgeschoss, einen Anbau über vier Etagen, eine Aufstockung mit fünf Büros und ein zweites Treppenhaus, um gut 700 auf über 2900 Quadratmeter.

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