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Dank Rücklagen bleibt Bargteheide 2016 schuldenfrei

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

„Im nächsten Jahr macht die Stadt noch keine Schulden, das Defizit von 3,6 Millionen Euro ist durch unsere Rücklagen gedeckt“, so Bürgermeister Dr. Henning Görtz. Ob dies so bleibt, ist für 2017 jedoch fraglich. Görtz schätzt das Haushaltsdefizit dann auf 7,2 Millionen Euro, hofft aber, dass diese Lücke doch noch geringer ausfallen wird. Dazu könne das Plus von drei Millionen Euro am Ende dieses Jahres zumindest ein wenig beitragen. „Noch können wir die Kredite aus Rücklagen decken. Doch so nahe am Horizont war die Kreditaufnahme lange nicht mehr zu sehen“, erklärt Görtz. Das sei „besorgniserregend“, man müsse den Haushalt 2017 immer im Blick haben.

Der Haushalt für 2016 beläuft sich auf 44 Millionen Euro – eine ähnlich hohe Summe wie 2015. „Im kommenden Jahr überschreiten wir zum ersten Mal die Vier-Millionen-Grenze bei den Zuschüssen für die Kitas“, so der Bürgermeister, was zeige, wie wichtig der Stadt diese Aufgabe sei – vor allem im Bereich der Krippenkinder. Familien zahlen ohne staatliche Zuschüsse satte 600 Euro monatlich für einen Krippenplatz, der Beitrag der Stadt ist laut Görtz viel höher.

Der Bürgermeister hofft, dass die Kosten von 5,5 Millionen Euro für die Planung und den Bau des Feuerwehrgebäudes nicht überschritten werden. Vier Millionen werden für den Umbau und die Erweiterung der Dietrich-Bonhoeffer-Schule bereitgestellt. Von 2016 bis 2019 sind 2,5 Millionen Euro für die Unterbringung von Flüchtlingen mit eingeplant. Zu den zweieinhalb neuen Stellen wird eine weitere Ganztagsstelle für einen „Quartiermeister“ als Koordinator zwischen Stadt, Hausmeister und Ehrenamt geschaffen. Dies sei nur durch die Erhöhung der Pauschale von 900 auf 2000 Euro pro Flüchtling möglich.

Drei Straßensanierungsprojekte verschlingen insgesamt 1,38 Millionen Euro: Die Sanierung der Rudolf-Diesel-Straße 320  000 Euro im nächsten Jahr, die Restaurierung der Straße Hasselbusch 700  000 Euro in 2017, sowie 2018 die Sanierung der Straße Wurth 360  000 Euro. Görtz: „Alle Sanierungsmaßnahmen sind für die Anlieger beitragspflichtig.“ Außerdem soll 2016/17 für 1,4 Millionen Euro das Nahwärmekonzept mit einem Blockheizkraftwerk und der Heizungssanierung des Schulzentrums umgesetzt werden.

Einnahmen erhofft die Stadtverwaltung sich 2017 durch die Vermarktung und den Verkauf von 60 bis 80 stadteigenen Grundstücken im so genannten „Märchenviertel“. Die Höhe der Einnahmen steht noch nicht fest. 2016 schreitet die Breitbandversorgung auch für Privathaushalte voran. Das Gebiet östlich der Bahn, anschließend Schritt für Schritt weitere Stadtgebiete, sollen erschlossen werden.

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erstellt am 08.Dez.2015 | 12:53 Uhr

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