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Stormarner Wochenschau : Da kann man es mal knallen lassen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Schön, dass wir das erleben dürfen: In Bargteheide ist wieder Friede, Freude, Eierkuchen und in Oldesloe alles bei den Alten. Und Ehrenamtler sollen auch geehrt werden

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erstellt am 22.Nov.2014 | 08:00 Uhr

Seniorenbeirat

Gut Ding braucht Weile, sagt man ja so. Wenn es danach geht, müsste das Oldesloer Kultur- und Bildungszentrum ein Super-Erfolg werden. Wie viele Jahre wird da schon drüber diskutiert, dran geplant und nun ja auch endlich gebaut? Vier, fünf, sechs Jahre? Planer Wulf Dau-Schmidt hat den Entstehungsprozess eine ganze Weile begleitet, Veranstaltungen moderiert, an Ausschreibungen mitformuliert … Jetzt hat man ihn für das Auswahlverfahren des zukünftigen KuB-Managers wieder zurück an Bord geholt. „Es ist toll zu sehen, dass das Teil langsam Flügel bekommt, dass jetzt schon etwas zu sehen ist“, freute er sich. Allerdings musste er angesichts der mittlerweile vergangenen Jahre einräumen: „Die Jugendlichen, die damals beteiligt waren, sind mittlerweile nicht mehr so ganz jugendlich.“ Was Maria Herrmann ( SPD) im Hauptausschuss zu dem Zwischenruf veranlasste: „Nur die Alten sind immer noch die Alten.“ Ja, einige Dinge ändern sich eben nicht so schnell und schon gar nicht in der Oldesloer Politik. Wobei man davon das KuB doch ziemlich häufig ausnehmen kann. Darüber wird zwar auch viel und kontrovers diskutiert, aber gerade bei diesem Projekt finden sich am Ende dann doch Kompromisse, die von fast allen getragen werden können. So war es beim Auswahlverfahren für den KuB-Leiter wieder und so wird es hoffentlich auch sein, wenn die Stelle tatsächlich besetzt wird.

Sparfuchs

Die Stadt Bad Oldesloe wird auch nächstes Jahr wieder zum Neujahrsempfang einladen. Wie Bürgermeister Tassilo von Bary im Hauptausschuss mitteilte, gibt es eine Satzung, die ihn autorisieren, verdiente Bürger der Stadt zu ehren. Das werde er im Rahmen des Neujahrsempfangs tun – kündigte er jetzt an. Dagegen ist ja nichts einzuwenden, das kann ein würdiger Rahmen werden. Einigen Politikern klappte dann aber doch spontan der Unterkiefer runter, als der Verwaltungs-Chef ergänzte, dass keine Kosten entstehen werden, denn er habe schon einen Sponsor für ein Präsent aufgetan. Na toll. Wir ehren dich, aber Wert bist du uns nix. So weit ist es also schon. Sparsamkeit ist bekanntlich kein Geiz, aber ist das nicht ein falsches Signal? Hat der Sponsor womöglich bei der Auswahl ein Wörtchen mitzureden? Aber so schlimm wie von unserem Karikaturisten gezeichnet, kommt es bestimmt nicht. Der edle Spender will bestimmt nur etwas vom Glanz des Ehrenamts abhaben.

Zum Wohl

Auch wenn nicht alles Gold ist, was glänzt und die jüngst von CDU, SPD und Grünen vorangetriebene Abwahl von Renate Mascher (WfB) als Bauaussschusschefin den politischen Haussegen in Bargteheide derzeit etwas schief hängen lässt, muss man sich doch wundern, wozu die landesweit einzige schuldenfreie Stadt immer wieder fähig ist. Man könnte meinen, alle Unwägbarkeiten machten um Bargteheide einen Bogen. Dem ist natürlich nicht so. Aber anders, als in anderen Kommunen, wird hier für das Gemeinwohl gearbeitet und nicht zur Befriedigung der eigenen Befindlichkeiten. Bestes Beispiel ist das Ev. Familienzentrum, das derzeit an der Lindenstraße 3 entsteht. Bei diesem 2,2-Millionen-Euro-Projekt arbeiten Stadt und Kirche Hand in Hand, als Partner auf Augenhöhe und teilen sich die Kosten. „Darum beneiden uns andere Kirchengemeinden“, macht denn auch Pastor Andreas Feldten bei der Grundsteinlegung vor vielen Gästen deutlich. Diese gute Zusammenarbeit fällt nun keinesfalls vom Himmel. Dafür muss man schon was tun. Bargteheide tut was und kann auf vielfältige Art und Weise Einwohner, Vereine, Institutionen und Co. für vielschichtige Projekte mobilisieren. Nur zusammen ist man stark. Das hat Bargteheide erkannt. Auch wenn, wie eingangs erwähnt, nicht alles Gold ist, was glänzt. Das disharmonische Polit-Grollen wird hoffentlich schnell verstummen und der Fall Mascher halt die Ausnahme von der Regel gewesen sein. Zum Wohle der Stadt.
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