zur Navigation springen
Stormarner Tageblatt

18. Dezember 2017 | 09:46 Uhr

Da geht noch was!

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Nachbarschaftsforum soll Miteinander im Ortsteil Lottbek aktivieren

Das Gemeinschaftsleben im Ammersbeker Ortsteil Lottbek soll aktiviert werden. Dafür wird ein Nachbarschaftsforum im Gemeindehaus Hoisbüttel geplant. Samstag, 3. Oktober, geht’s dort um 14.30 Uhr los. Unter dem Motto „Gut leben rund um die Lottbek“ können die Teilnehmer selbst Strategien für ein besseres Miteinander entwickeln.

„Wir möchten eine Anlaufstelle für die Menschen im Quartier aufbauen und auf sie zugehen“, sagt Pastorin Kirsten Möller-Barbek. Sie arbeitet für das Projekt „Kirchen mittendrin“ in der Gemeinwesen-Diakonie Bergstedt, Volksdorf und Hoisbüttel. Die Vereinsamung vieler Menschen sei ein großes Thema im Quartier.

Das liegt auch an der Altersstruktur dort. „Während das Durchschnittsalter in der Gemeinde bei 46 Jahren liegt, ist es in Lottbek höher“, so Bürgermeister Horst Ansén. Gut die Hälfte der etwa 1000 Einwohner sei über 50 Jahre alt. Der Bedarf an Kontakten sei spürbar, etwa bei Weihnachtsfeiern für Senioren.

Für Pastor Ralf Weisswange wird das bei Trauerfeiern im Ortsteil sichtbar: „Während in Hoisbüttel immer viele Menschen dazu zusammenkommen, sind es in Lottbek manchmal nur einer oder gar keiner“, sagt er. „Die Individualisierung war grundsätzlich einmal positiv, jetzt aber stößt sie an ihre Gren-zen“, so Kirsten Möller-Barbek. Hilfsbedürftigkeit sei oft mit Scham besetzt, diese Barriere sei hoch.

Zur Einstimmung gibt es ein Referat der Dipl.-Sozialgerontologin Ursula Reyle. „Da geht noch was, was Nachbarschaft bewegen kann“ lautet das Motto. Anschließend sind drei Gesprächsrunden geplant. Sie drehen sich um die Themen Wohnen und Leben, Freizeit und Aktivitäten, Unterstüt-zung und Hilfsangebote.

„Wir möchten damit für eine Aufbruchsstimmung sorgen und die Menschen ermutigen, ihre Anliegen selbst in die Hand zu nehmen“, sagt Kirsten Möller-Barbek. Sie wüssten selbst am besten, was gut oder auch weniger gut läuft und wo neue Angebote nötig sind. So könnten sich kleinere Arbeitsgrup-pen für eine Zukunftswerkstatt bilden, die das Projekt weiter vorantreiben. Die Kirchengemeinde biete nur einen Rahmen dafür.

Weiteres Ziel ist es, die Kontakte untereinander zu fördern. „Es gibt im Ortsteil bisher keinen halböffentlichen Treffpunkt, wo man für wenig oder gar kein Geld zusammenkommen kann“, sagt sie. Die Gemeinde unterstützt das Pilotprojekt.

Wer Unterstützung wie etwa Gebärdedolmetschen benötigt oder weitere Informationen wünscht, kann sich an die Pastorin wenden. Sie ist telefonisch unter der Nummer (040) 519 000 832 oder per E-Mail unter k.moeller-barbek@kirche.hamburg-ost.de zu erreichen. Das Gemeindehaus ist barrierearm.






zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen