Costa Kiesa: In diesem Jahr darf noch gebadet werden

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31. März 2017, 12:33 Uhr

Die Costa Kiesa bleibt in diesem Jahr doch zum Baden geöffnet. Für die Gemeindevertretung hatte Bürgermeister Norman Hübener (SPD) eigentlich eruieren soll, wie der Strand gesperrt werden kann. In der Sitzung gab es dann aber überraschend eine knappe Mehrheit dafür, den Badebetrieb aufrecht zuerhalten.

Diskutiert wird darüber schon lange. In der Debatte um den Haushalt 2017 waren angesichts eines Defizits von 1,4 Millionen Euro die 66  000 Euro für den Unterhalt des Badesees und den Sicherheitsdienst auf 10  000 Euro zusammengestrichen. So viel Geld werde man mindestens brauchen, um den Baggersee gegen – dann – illegal Badende zu sichern. Ob Badesee oder nicht – die Gemeinde hat nach dem Vertrag mit der Firma Eggers die Verkehrssicherungspflicht.

Statt Erdwällen, die den Zugang blockieren, wird es eine weitere Saison an der Costa Kiesa geben. Bürgergemeinschaft BGT und FDP argumentierten, dass die Zeit bis zum Start der Badesaison am 15. Mai, viel zu knapp sei, um eine Schließung vernünftig vorzubereiten. Die SPD hatte sich klar für die Schließung positioniert. Den Ausschlag gaben die CDU-Vertreter, von denen zwei für die Schließung stimmten, aber zwei enthielten sich auch, so dass es acht zu sieben Stimmen für den Badebetrieb und eine Aufstockung der Haushaltsmittel auf 35  000 Euro gab. Die Firma Eggers hatte vorab zugesichert, sich mit 3000 Euro an den Kosten für den Sicherheitsdienst zu beteiligen, 7000 Euro kommen von der Aktiv-Region Alsterland.

Ausführlich diskutiert wurde auch über die Möglichkeit, Eintritt zu nehmen. Die Verwaltung soll prüfen, ob das rechtlich zulässig ist. Die Umsetzung ist aber ebenfalls nicht einfach. Es müsste jemand eingestellt werden oder die Sicherheitsleute müssten kassieren. Einen Kasenautomaten hält Jürgen Lamp, der Vorsitzender der „AG Costa Kiesa“ war und zu den CDUlern gehört, die sich enthielten, für kaum praktikabel. „Wir hatten ja schon vorher die Probleme mit Vandalismus und unerlaubten Partys, bei denen die Holztreppe und Bänke verfeuert wurden“, sagt Lamp der befürchtet, dass Automaten zerstört werden.

Auch wenn in diesem Jahr weiter gebadet werden kann, dürfte es das letzte Jahr in dieser Form sein. Ende des Jahres soll die Auskiesung auslaufen, dann werde sich ohnehin einiges ändern. Ein Konzept mit Campingplatz und Mountainbike-Bahn gibt es, gesucht wird aber noch ein Investor.

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