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Fußball-Regionalliga : Coach Zapel bremst die Euphorie

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Nach zehn Punkten aus den vergangenen vier Partien herrscht Partystimmung bei den Fußballern des SV Eichede. Trainer Oliver Zapel versucht seine Schützlinge vor der morgigen Regionalliga-Auswärtspartie beim Goslarer SC zu erden. Noch habe seine Elf nichts erreicht.

shz.de von
erstellt am 12.Okt.2013 | 08:00 Uhr

Das ganze Dorf steht Kopf – doch einer tritt energisch auf die Euphoriebremse: Oliver Zapel. Der Trainer des SV Eichede genießt zwar den aktuellen Lauf seiner Schützling, warnt allerdings davor, nun abzuheben. Noch habe man nichts erreicht, unterstreicht der 45-Jährige. Seine Mannschaft habe lediglich 16 Punkte gegen den Abstieg aus der Fußball-Regionalliga Nord eingefahren.

Doch ein wenig hat sich auch Zapel vom Hype in Eichede anstecken lassen. Zwar sei nicht alles Gold, was glänzt – doch zehn Punkte aus den vergangenen vier Partien haben dafür gesorgt, dass – wie zuletzt beim 3:1-Heimerfolg über den FC St. Pauli II – im Ernst-Wagener-Stadion Volksfeststimmung herrschte. Rund 1000 Zuschauer feierten die Mannschaft frenetisch, sorgten für Gänsehaut-Stimmung. Und selbst der Trainer tanzte an der Seitenlinie, feierte ausgelassen den „goldenen Herbst“.

Vor der morgigen Auswärtspartie beim Goslarer SC aber ist Zapel darauf bedacht, seine Mannschaft wieder zu erden. „Wir haben zwar 16 Punkte gegen den Abstieg gesammelt. Doch um den Klassenerhalt zu schaffen, sind noch mindestens sechs oder sieben weitere Siege erforderlich“, so der Coach des Tabellenachten. Diese zu holen, werde noch schwer genug. „Diese Liga ist unglaublich ausgeglichen, deshalb sollte allen klar sein, dass es auch wieder Nackenschläge geben könnte. Derzeit fahren wir zwar den Lohn für den Aufwand der letzten Monate ein, doch wir sollten uns besser nicht zu sehr an den Erfolg gewöhnen und demütig bleiben.“

Vor dem morgigen Gegner hat Zapel gehörigen Respekt, erwartet ein ganz anderes Spiel als zuletzt gegen die Nachwuchsteams der Bundesligisten. „Goslar hat ausgebuffte Routiniers in seinen Reihen. Da werden wir anders auftreten müssen.“ Blenden lassen will sich der SVE-Trainer auch nicht von den letzten Ergebnissen. Nach starkem Saisonstart hat der GSC zuletzt nur einen Punkt aus drei Partien verbucht und ist auf den fünften Tabellenplatz abgerutscht, nachdem es zuletzt eine 0:1-Niederlage gegen Meppen setzte. „Allerdings war Goslar in diesem Spiel klar besser – wir werden hochkonzentriert sein und einen enormen Einsatzwillen an den Tag legen müssen“, warnt Zapel davor, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen.

Wie zuletzt bei der Auswärtspartie gegen Wilhelmshaven werden die Stormarner auch dieses Mal einen Tag früher anreisen. Nach einem „Warm-Up“-Training heute Vormittag in Eichede und einem gemeinsamen Mittagessen geht es in den Harz, wo die Stormarner im Hotel Schöfer übernachten. Für morgen früh um 10 Uhr steht auf der Anlage des FC Rot-Weiß Rhüden eine weitere leichte Trainingseinheit auf dem Programm.

Nicht dabei sein werden Neuzugang Sercan Demirbas, der nach längerer Spielpause im SH-Ligateam Praxis sammeln soll, und Benedict Kummerfeldt (Bänderriss.)

Anpfiff: Sonntag 15 Uhr in der Sparkassen-Arena am Osterfeld.
SR: Franz Bokop (Vechta) mit den Assistenten Hendrik Pstrong und Timo Daniel.
Nicht dabei: Fynn Berndt (Bandscheibenprobleme) und die Langzeitverletzten Petrik Krajinovic, Gerrit Schubring, Benedict Kummerfeldt und Dennis Wagner.

Voraussichtliche Aufstellung: Lucassen – Fischer, Jan-Ole Rienhoff, Issahaku, Heidenreich – S. Meyer, M. Hinkelmann, Koops, Kossowski – Maltzahn – Huseni.

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