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Stormarner Tageblatt

20. November 2017 | 22:23 Uhr

Stormarn Nord : Claussen (CDU) gewinnt klar

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der Bargteheider Chrtistdemokrat setzte sich im Wahlkreis 28 (Stormarn-Nord) gegen Susanne Danhier (SPD) durch.

„CDU 44,1 – SPD 29,6“ gab Jörg Feldmann beim, Treffen der Oldesloer CDU einen Zwischenstand bekannt. Auch wenn da erst sieben von 35 Wahlbezirke ausgezählt waren, brandete Applaus auf. Denn nicht nur die Tendenz war klar, auch auf den Dörfern, von wo die Ergebnisse immer zuerst eintrudeln, lag Claus Christian Claussen besser als Rainer Wiegard, der 2012 klar gegen Susanne Danhier von der SPD gewonnen hatte.

„Das ist ein großer Wahlsieg, die Partei hat geschlossen gekämpft, und wir haben die richtigen Themen gesetzt – Unterrichtsgarantiert, G  9, Infrastruktur, Innere Sicherheit, das hat die Menschen interessiert“, bewertet Claussen das gute CDU und überraschend schlechte SPD-Ergebnis. Der Bargteheider musste den Wahlkreis Stormarn-Nord direkt gewinnen, über die Liste hatte er keine Chance. Über seinen Sieg freute er sich deshalb „außerordentlich. Und ich sehe das auch als Verpflichtung. Ich hatte eine Super-Unterstützung durch die Ortsverbände. Alle waren sehr motiviert. Der Wahlkampf hat Spaß gemacht. Und natürlich gibt es zusätzlichen Schwung, wenn die Aussichten in den Umfragen besser werden.“

Wie nicht anders zu erwarten war die Stimmung am Wahlabend unter den Sozialdemokraten gedämpft. Ein gutes Dutzend verfolgte die Wahlergebnisse zusammen mit der Direktkandidatin für den Wahlkreis Stormarn Nord, Susanne Danhier, im Restaurant „Casa Grande“ in Bargteheide. Bei Antipasti wurde über die Ursachen des überraschend schlechten Abschneidens der SPD diskutiert.

Das zeichnete sich schon nach den ersten Umfragen ab, die diesmal ziemlich präzise das Endergebnis ankündigten. „Die Begeisterung hält sich Grenzen“, kommentierte Susanne Danhier, „dabei war die Stimmung im Wahlkampf total gut.“

In wenigen Tagen sei die Partei jetzt in den Umfragen um vier Prozent abgestürzt. Dabei sei für sie dieser Wahlkampf die bisher positivste Erfahrung im Werben um die Wählergunst gewesen. Im Wettbewerb mit dem CDU-Direktkandidaten Claus-Christian Claussen habe sie sich bessere Chancen erhofft: „Beim letzten Wahlkampf war es CDU-Finanzminister Rainer Wiegard.“

Dies sei ein trauriger Abend für die SPD, sagt Danhier und nimmt damit die Worte des Parteivorsitzenden Martin Schulz vorweg, die er wenig später selbst ausspricht. Das werde heute in der Landesparteiratssitzung Thema sein, sagt die stellvertretende Vorsitzende dieses Gremiums. „Du hast einen guten Wahlkampf gemacht“, lobt sie der Bundestagsabgeordnete Franz Thönnes.

„Wir müssen jetzt ergründen, woran es gelegen hat“, sagt er, „und dann den Staub abschütteln und in die nächste Runde gehen.“ Und auch Rita Thönnes hatte im Wahlkampf viel Zustimmung erlebt: „Meine Erfahrungen waren anders.“

Die Stormarner Grünen verfolgten die Wahl in ihrem Bahnhofsbüro in Bargteheide. Auch hier waren die Mienen nachdenklich, obwohl die Partei ein annähernd gleich gutes Ergebnis wie vor fünf Jahren eingefahren hat. „Die Menschen haben differenziert und uns nicht mit der SPD in einen Topf geworfen“, sagte Wiebke Garling-Witt. Die Landesentwicklungsstrategie habe viel zum guten Abschneiden beigetragen.

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