Pokalerfolg : Claus: Doppeltorschütze – aber kein Matchwinner

Traf doppelt: Eichedes Ian-Prescott Claus (li.).
Traf doppelt: Eichedes Ian-Prescott Claus (li.).

Stürmer schießt SV Eichede bei 2:0 gegen TuRa Meldorf ins Viertelfinale des Landespokals, bleibt aber unauffällig.

shz.de von
13. Juli 2015, 07:00 Uhr

Aufatmen in Eichede. Dank eines Doppelpacks von Ian-Prescott Claus gelang dem Fußball-SH-Ligisten mit einem 2:0-Auswärtssieg bei TuRa Meldorf der Einzug in das Viertelfinale des Landespokals. „Meldorf hat sich zwar gut verkauft, doch in Anbetracht der Tatsache, dass wir insgesamt mehr von der Partie hatten, haben wir verdient gewonnen“, erklärte Eichedes Coach Oliver Zapel und lobte: „Das war eine geschlossene, gute Mannschaftsleistung von uns.“

Dabei waren die „Bravehearts“ – allen voran Zapel – die Fahrt nach Dithmarschen mit Magengrummeln angetreten. Zahlreiche Ausfälle, darunter Marco Schubring (Urlaub), Dominic Ulaga (Aufbautraining) und Jonathan Marschner (Abi-Fahrt) sorgten dafür, dass der SVE-Coach gerade so 16 Spieler mit auf die Reise an die Westküste nehmen konnte – darunter befand sich mit Maximilian Röbl sogar ein Akteur aus der Reservemannschaft.

Von einer Schwächung aber war ab dem Anpfiff keine Spur. Der SVE übernahm die Regie im Waldstadion und ging durch den ehemaligen Meldorfer Ian-Prescott Claus nach Vorarbeit von Arnold Lechler früh in Front (10.). Anschließend hatten die Stormarner die Partie weitgehend im Griff – nutzten ihre Feldüberlegenheit aber nicht genügend aus. „Wir haben bis zur Halbzeit gut kombiniert und uns so Freiräume geschaffen. Leider haperte es im Abschluss“, analysierte Zapel.

Eine Schrecksekunde mussten die Gäste dadurch in der 35. Minute überstehen, als Rouven Drzimkowski beinahe für die kalte Dusche gesorgt hätte. Doch Eichedes Schlussmann Fynn Berndt war auf dem Posten und rettete so die verdiente aber knappe Pausenführung.

Nach Wiederbeginn suchte Meldorf die Flucht nach vorn, vergab aber durch Knud Sobottka (66.) den Ausgleich. Da auf der Gegenseite Claus (68.) und Johann Buttler (72.) vergaßen, den Sack zuzumachen, blieb die Partie aus Sicht der Stormarner bis in die Schlussphase unnötig spannend. Erneut Berndt parierte in der Nachspielzeit bravourös gegen Yannick Schultz, ehe Ian-Prescott Claus nur Sekunden später für Aufatmen und ausgiebigen Jubel auf der Eicheder Bank sorgte.

Die Rolle des Matchwinners wollte Zapel Claus allerdings nicht zugestehen. „Das ist von den Zahlen her natürlich eine schöne Story: Da kehrt jemand an die alte Wirkungsstätte zurück und trifft auch noch doppelt. Inhaltlich aber war es anders: Ian hat nicht aus der Mannschaft herausgeragt. Da waren andere, wie Nico Fischer oder Petrik Krajinovic in der Abwehr viel auffälliger und haben ihre Sache gut gemacht. Auch mit dem Auftritt von Johann Buttler und Gerrit Schubring bin ich zufrieden“, verteilte der Coach anerkennende Worte an weitere Wegbereiter des Einzugs in das Viertelfinale des Landespokals.

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