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Artisten in Bad Oldesloe : Circus Probst: Weiße Löwen, Clowns und Artistik

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Artgerechte Tierhaltung und Dressur werden beim Circus Probst groß geschrieben. Die Attraktion: sechs weiße Löwen samt Nachwuchs

Passanten, die gestern am Exer entlang gingen, wollten zunächst ihren Augen nicht trauen und fast alle zückten schnell ihr Handy, um ein Foto zu schießen: Direkt am Weg zwischen Trave und Exer sitzen seit gestern in einem stabilen und geräumigen Metallkäfig Mufasa und Cindy, zwei kuschelige weiße Löwenbabys, ganze drei Monate jung und sehr verspielt. Sie gehören zum Circus Probst der zurzeit in der Kreisstadt gastiert.

Auch die Oldesloerin Anja Thiess und ihr Sohn Fabien-Maurice blieben entzückt am Käfig stehen, um die Löwengeschwister zu bewundern. Als dann noch Löwensitter und Tiertrainer Ludvik Berousek den beiden anbot, mit in den Käfig zu kommen, kannten die Beiden kein Halten mehr. „Wahnsinn, das glaubt mir keiner“, sagte Anja Thiess begeistert, als ihr der „Löwenflüsterer“ den kleinen Mufasa in den Arm drückte. Ihr knapp dreijähriger Sohn streichelte den kleinen Löwen ganz vorsichtig und ohne Scheu. Ein Circusbesuch ist jetzt für Mutter und Sohn am Wochenende natürlich ein „Muss“.

Dazu haben auch alle anderen Stormarner ab heute reichlich Gelegenheit, denn der bekannte Circus Probst gastiert noch bis einschließlich Sonntag auf dem Exer und gibt insgesamt sieben Vorstellungen. Auch die Tierschau kann jederzeit besucht werden. Hier locken edle und rassige Araberpferde, Dromedare und Lamas, Emus und Ziegen sowie Zebras, die alle in großen Freigehegen zu bewundern sind. „Unsere Tiere sind unser Ein und Alles. Ihre Gehege sind geräumig und werden als erstes aufgebaut“, betont Stephanie Probst, die mit verschiedenen Tierdressuren auftritt. „Zwischen mir und meinen Tieren herrscht ein enormes Maß an Einfühlungsvermögen und Respekt“, sagt die Tiertrainerin, die inzwischen auch Mutter einer achtmonatigen Tochter ist. Die Zebras und Dromedare kommen auf Zuruf an den Zaun und lassen sich nicht nur von ihr, sondern auch von den Pressevertretern kraulen. Eine Rarität ist das Zebroid namens Djambo, eine Mischung aus Zebra und Pony, und „durch Zufall“ entsanden, wie Zirkussprecherin Sonia Probst erzählt. Zebrafohlen Mali liegt draußen im Stroh und genießt die Sonne. Alle Tiere können sich draußen frei bewegen, nur die rassigen Pferde stehen in geräumigen Boxen. Für einen Freilauf reicht hier auf dem Exer der Platz nicht aus.

Selbst die sechs weißen Löwen verfügen über einen eigenen Auslauf, der von einem hohen Metallzaun umgeben ist. „Achtung Lebensgefahr“ steht auf einem großen Schild. Der tschechische Tierlehrer Ludvik Berousek zog alle seine Löwen selbst per Hand auf und präsentiert eine atemberaubende Löwendressur. Rund acht Kilogramm Fleisch vertilgt jedes Raubtier pro Tag. Die beiden Babys, die von ihrer Löwenmama verstoßen wurden, bekommen noch die Flasche.

Für den Aufbau der kleinen Zirkusstadt ist eine ausgefeilte Logistik nötig. Mehr als 80 Menschen und 90 leben und reisen mit dem Zirkus. Allein das riesige Zirkuszelt mit seinen 1200 Sitzplätzen braucht jede Menge Platz und muss mit Dutzenden von Metallankern sicher befestigt werden. Der Aufbau hat zwei Tage gedauert, heute wird um 16 Uhr die Premiere gefeiert.

„Leidenschaft“ heißt die zweistündige Circus-Show und die bietet neben Tierdressuren auch atemberaubende Artistik. Und natürlich dürfen auch die Clowns nicht fehlen. Gleich drei Generationen der Familie Stoliarov stehen in der Manege und wollen das Publikum zu Lachsalven hinreißen.

Am heutigen Familientag kosten alle Karten nur zehn Euro. Am Freitag und Sonnabend gibt es je zwei Vorstellungen um 16 und 19.30 Uhr, am Sonntag um 11 und 16 Uhr. Die Karten kosten zwischen 16 und 30 Euro für Erwachsene und 14 bis 28 Euro für Kinder. Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf beim Kundencenter des MARKT in der Mühlenstraße 21. Eine Online-Buchung ist unter www.circus-probst.de möglich.

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