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Stormarner Tageblatt

19. August 2017 | 05:35 Uhr

Jubiläum : Chor rockt Luther als Popstar

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Klein Wesenberger beim großen Oratorium im 500. Jahr der Reformation in Hamburg mit dabei

Das Lampenfieber steigt von Tag zu Tag – nur noch wenige Wochen bis zum großen Auftritt beim Pop-Oratorium Luther in der Hamburger Barclay-Card-Arena. Die 22 Mitglieder des Chores der evangelischen Kirchengemeinde haben das Proben-Pensum erhöht und bereits die große Hauptprobe in Hamburg hinter sich. Jetzt treffen sie sich regelmäßig im Gemeindehaus und studieren die Lieder des Luther-Oratoriums gemeinsam ein.

Geleitet wird der Chor von der Oldesloerin Irina Rusch und ihrem Mann Roman Rusch. Normalerweise singen die Sängerinnen und Sänger in den Gottesdiensten oder bei kirchlichen Veranstaltungen. Deshalb ist ihr Auftritt beim Luther-Oratorium etwas ganz Besonderes. „Wir haben uns einfach beworben und wurden prompt angenommen“, erinnert sich Doris David. Seit sechs Monaten wird mit Chorpartituren und Übungs-CDs geprobt, um dann am großen Projektchor teilnehmen zu können.

Das Bühnenstück besteht aus 20 neu komponierten Liedern sowie traditionellen Chorälen. Das Luther-Oratorium aus der Feder von Komponist Dieter Falk und Librettist Michael Kunze tourt im Luther-Jubiläumsjahr durch ganz Deutschland – mit dabei in jeder Stadt 2000 bis 3000 Sänger und Sängerinnen aus der jeweiligen Region, die gemeinsam einen Projektchor bilden und zusammen mit einem Symphonieorchester, einer Rockband und Musicalstars auf der Bühne stehen.

Geehrt wird im 500. Jahr der Reformation ein fast Unscheinbarer: Martin Luther, der selbst nie nach Öffentlichkeit und Ruhm strebte, sondern allein für Gottes Wort und die Wahrheit eintrat, ein Mensch mit Ängsten, Zweifeln, Gewissenskonflikten und dennoch festen Überzeugungen. Sein Leben wird in Rückblenden und Ausblicken rund um den Reichstag in Worms 1521 neu inszeniert.

„16 Sänger aus Klein Wesenberg und vier aus Neungörs haben sich zusammengefunden, um gemeinsam dieses große Event mitzuerleben“, so David. Die Chormitglieder freuen sich, gemeinsam mit anderen Chören auf der Bühne zu stehen. „Da sind wir zwar nur ein winziger Baustein, aber trotzdem ist es für uns ein großes Ereignis“, ergänzt ihre Mutter Erika David erfreut, die mit 80 Jahren als ältestes Chormitglied von Anfang an dabei ist.

Die einzustudierenden Lieder machen ihnen wenig Sorgen, wenn es auch eine ungewohnte Musikrichtung ist. „Das sind alles einfach zu singende und moderne Songs. Da haben wir schon so manches klassische Lied gesungen, das weitaus schwieriger war“, sagt auch Klaus-Rainer Martin, der sich als Tenor beim Auftritt in der Barclay-Card-Arena wohl von den anderen, weiblichen Mitgliedern trennen muss. Denn in der Halle werden die Mitwirkenden natürlich nach Stimmlage zusammengestellt. Die Frauen aus Klein Wesenberg singen Sopran oder Alt. „Einen Bass hätten wir gern“, so Erika David.

Die Frauen haben in diesem Chor absolut die Oberhand, Sänger werden dringend gesucht. Oft ist Klaus-Rainer Martin ganz allein unter lauter Frauen. Alle freuen sich auf den 18. Februar. Es wird ein großes Gemeinschaftsgefühl geben“, ist sich Doris David sicher. Andere Sänger zu treffen, in einer so großen Menge zu singen –das sei sehr bewegend.

> 16 Mitglieder des Klein Wesenberger und vier des Chors aus Neuengörs singen mit beim Pop-Oratorium Luther am Sonnabend, 18. Februar, ab 19 Uhr in der Barclay-Card-Arena in Hamburg. Schirmherren des Gesamtprojekts sind Dr. Margot Käßmann und Dr. Eckart von Hirschhausen. Alle weiteren Informationen und Tickets gibt es unter www.luther-oratorium.de oder Telefon (02302) 28 222 22.

Es ist auch möglich, am 18. Februar, um 16.30 Uhr mit dem Bus nach Hamburg zu fahren. Das Kirchenbüro gibt hierzu unter Ruf (04533)14 16 Auskunft.

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erstellt am 10.Feb.2017 | 06:00 Uhr

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