zur Navigation springen
Stormarner Tageblatt

19. August 2017 | 07:54 Uhr

CDU will Polizeiwachen retten

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die CDU Stormarn wehrt sich gegen die beabsichtige Schließung von Polizeiwachen. Dem Vernehmen nach will die Direktion die Dienststellen in Ammersbek, Bargfeld-Stegen, Mollhagen und Oststeinbek dicht machen. Neben den Städten soll nur noch Großhansdorf bestehen bleiben, aber ebenfalls abspecken.

„Sicherheit für Stormaner Bürger – Keine Kürzung bei der Polizei“ heißt der Antrag, den der CDU-Kreisverbandsausschuss beschloss. Die Pläne zum Personalabbau vor allem bei der Wasserschutzpolizei im IT-Bereich und die Organisationsreform haben zwar direkt nichts miteinander zu tun, „aber es besteht natürlich ein Zusammenhang“, sagt CDU-Kreisvorsitzender Tobias Koch, „man schließt die kleinen Dienststellen im Voraus. In den größeren lässt sich dann leichter Personal einsparen.“

Als die CDU in Kiel an der Regierung war, waren ebenfalls schon Ein-Mann-Posten geschlossen worden. In der Diskussion wurde aber deutlich, dass die Posten in Mollhagen und Bargfeld-Stegen nicht nur bleiben bleiben sollten, sondern sogar mehr Polizei in der Fläche gewollt sei. „Gestern hätten wir für unsere damaligen Beschlüsse keine Mehrheit bekommen“, so Koch, der eine „große Besorgnis“ bei den kommunalen Vertretern feststellte. In Stormarn ist die Zahl der Straftaten hoch, und mit 873 Fällen ist der Kreis, vor allem Ahrensburg, die Hochburg der Einbruchskriminalität in Schleswig-Holstein. Durch diese Taten entstehe bei vielen Menschen ein Gefühl der Hilflosigkeit und Ohnmacht. Aufgrund der Personalengpässe bei der Polizei finde nicht mal mehr eine effektive Anzeigenaufnahme statt.

Von der Polizeidirektion Ratzeburg gibt es keine Stellungnahme zu den Plänen. Dort heißt es nur lapidar, dass man mit den Gemeinden im Gespräch und noch nichts entschieden sei. Für Koch eine Taktik, um die Proteste zu kanalisieren. „Das ist kein offener Vorschlag, sondern gewollt. Das lässt sich in den Kreisen ablesen, die die neue Struktur bereits haben.“

zur Startseite

von
erstellt am 18.Sep.2015 | 11:13 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen