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Dreieinhalb Jahre Leerstand : Café am Markt: Da tut sich nichts

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der Mietvertrag ist zwar noch immer nicht unterschrieben, doch Bürgermeister Tassilo von Bary bleibt zuversichtlich. Nach den Herbstferien müsse der Betreiber einen Vertrag mit der Brauerei abschließen, danach sei der Mietvertrag dran.

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erstellt am 12.Okt.2013 | 08:00 Uhr

Noch sieht es nicht so aus, als würde da jemals wieder neues Leben einziehen: Das ehemalige Café am Markt steht immer noch leer und gibt alles andere als ein schönes Bild in der Oldesloer Innenstadt ab. Dabei sollte doch eigentlich alles mit einem neuen Betreiber klar sein. Horst Möller hatte vor einem Monat in seiner Funktion als amtierender Bürgermeister verkündet, es liege ein komplett ausgehandelter, unterschriftsreifer Vertrag vor. Dem unterlegenen Mitbewerber habe er bereits abgesagt. Das Unterschreiben wolle er aber Bürgermeister Tasslilo von Bary überlassen.

Doch knapp einen Monat später ist immer noch nichts unterschrieben. „Alles in Grün“, beeilt sich von Bary klar zu stellen. Die Verzögerungen hätten nichts mit der Oldesloer Verwaltung zu tun. „Der verantwortliche Mitarbeiter der Brauerei ist in Urlaub“, so der Verwaltungs-Chef: „Er hatte aber vorher mit dem Vorstand schon alles klar gemacht.“ Der Vertrag zwischen dem zukünftigen Betreiber und der Brauerei sei also ebenfalls fertig, werde aber erst nach den Ferien unterschrieben. Tassilo von Bary: „Dann kommen sie zu mir und wir schließen den Mietvertrag.“ Namen werden noch nicht genannt, nur so viel: Ein in der Szene bekannter Eventmanager wolle in den Räumen zukünftig Erlebnisgastronomie anbieten. Die notwendigen Umbauarbeiten könnten im Januar beginnen. Die Stadt ist bereit, in die Herrichtung der Flächen knapp eine halbe Million Euro zu investieren. Mitte nächsten Jahres könnten die Arbeiten abgeschlossen sein.

Mittlerweile ist es fast dreieinhalb Jahre her, dass die Stadt den damaligen Pächtern kündigte. Viele weinen den leckeren Torten noch immer hinterher, doch es haperte schlicht an regelmäßigen Mietzahlungen – obwohl die Pacht immer wieder gesenkt worden war. Seitdem sind mehrere Versuche, das Objekt neu zu vermieten, gescheitert – erst platzten die Verhandlungen wegen der pekuniären Vorstellungen, dann ging es dem Interessenten nicht schnell genug, da hatte sich sein Koch umorientiert und die ins Auge gefasste Gebrauchtküche war anderweitig vergeben. Bei einem anderen Bewerber war der Geschäftsführer in Spe plötzlich in Segeberg in eine tödliche Messerstecherei verwickelt. Eine spezialisierte Maklerin hatte keinerlei Erfolg mit den Räumen. Der mutmaßliche Durchbruch kam erst mit einem neuerlichen Vorstoß von Landeflächen-Manager Stefan Pötzsch, nachdem es in der Innenstadt einige positive Entwicklungen gegeben hatte.

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