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Youngster : Buttler: Lieber Spielpraxis statt Regionalliga-Luft

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

19-jähriger Mittelfeldspieler von Fußball-SH-Ligist SV Eichede sieht Wechsel in die fünfte Liga nicht als Rückschritt.

Die Unterschiede sind gewaltig. Das musste Johann Buttler seit seinem Wechsel aus der U  19-Bundesliga-Mannschaft des Hamburger SV zu Fußball-SH-Ligist SV Eichede im Sommer bereits feststellen. „Das fängt schon bei den Fußballplätzen an. Im Punktspiel bei Kilia Kiel war der Rasen sehr uneben. Sieht man im Vergleich dazu die Plätze in den Leistungstzentren, für die es sogar extra Greenkeeper gibt – das sind Welten“, erklärt der 19-Jährige. Die Herausforderungen aber liegen nicht in erster Linie im Geläuf, sondern in der Spielweise, die Unterschiede zwischen Jugend- und Herrenfußball sind gravierend. „Man muss sich schon an das höhere Tempo in der fünften Liga erst einmal gewöhnen“, gibt Buttler zu, der bisher auf vier SH-Liga- und zwei Pokaleinsätze für die „Bravehearts“ gekommen ist.

Sein Wechsel zu den Steinburgern war wohl überlegt. Der gebürtige Hamburger kickte bereits für den Eimsbütteler TV, die SG Hanse Lübeck (bis 2009), den TSV Siems (bis 2011), den VfB Lübeck (bis 2012) und zuletzt für den Hamburger SV. Für seinen Schritt in den Herrenbereich hatte Buttler die Qual der Wahl – und schlug für den SVE sogar Offerten aus der Regionalliga aus. „Eichede ist definitiv kein Rückschritt. Ich hatte gute Gespräche mit den Verantwortlichen und war schnell davon überzeugt, den richtigen Schritt zu machen. In der vierten Liga, wo ich beim Lüneburger SK zum Probetraining war, setzt man fast immer auf alte Hasen und weniger auf Nachwuchsleute“, gibt Buttler zu bedenken: „Für mich ist es aber wichtiger, im ersten Herrenjahr auch viele Spielanteile zu bekommen. Die erhalte ich unter Trainer Oliver Zapel.“

Neben dem Fußball spielt die berufliche Zukunft momentan aber eine ebenso wichtige Rolle für den offensiven Mittelfeldspieler. „Im Sommer habe ich mein Abitur bestanden. Jetzt darf es gerne zügig losgehen mit einer Ausbildung oder einem Studium“, erklärt der Youngster, der später gern im kaufmännischen oder wirtschaftlichen Bereich arbeiten würde. „Genau festgelegt habe ich mich noch nicht. Aber da auch vom Verein gewünscht ist, dass ich etwas parallel zum Fußball mache, bin ich für vieles offen – durch das abendliche Training passt das“, betont Buttler, der sich auf das Heimspiel am Sonntag gegen den TSV Altenholz freut. Nach zwei ordentlichen Auswärtsauftritten (4:0 bei Kilia Kiel, 1:1 gegen Preetz) gastiert mit dem TSV am Sonntag (14 Uhr) ein Tabellennachbar in Stormarn. Dass die Eicheder dennoch die Favoritenrolle inne haben, ist Buttler bewusst. „Wir werden von der Konkurrenz als Mitfavorit gehandelt – das ist ständig zu spüren. Die meisten Teams stehen gegen uns tief, machen die Räume eng und setzen auf Konter. Wir müssen dann das Spiel machen. Das hat bisher ganz gut funktioniert – außer beim 1:2 gegen Heide, wo wir zweimal ausgekontert wurden“, sagt Buttler und hofft, dass dies gegen Altenholz nicht erneut passiert.

Beide Teams standen sich in dieser Saison schon einmal in einem Pflichtspiel gegenüber. Im Landespokal-Viertelfinale hatten sich die Stormarner Mitte Juli mit 4:1 beim TSV durchgesetzt.

Infos zum SVE-Spiel

 

Anpfiff: Sonntag, 14 Uhr, im Ernst-Wagener-Stadion.

SR: Daniel Siemers (Griebeler SV).

Nicht dabei: Dominic Ulaga (Bänderriss), David Iwuoha (Rückenverletzung).

Fraglich: Krajinovic (Sprunggelenkverletzung), Leonardo Evora (Patellasehnenreizung).

Voraussichtliche Aufstellung: Berndt – E. Monteiro, Maltzahn, Krajinovic (Bojarinow), Fischer – Buttler, Bojarinow (M. Schubring), R. Monteiro, Janelt – Lechler, Claus.

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