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Bad Oldesloe : Bunte Frauenkulturtage – Männer sind erwünscht!

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Konzerte, Lesungen, Filme und ein deftiges Krimidinner stehen auf dem Programm. Schriftstellerin Dora Heldt wird als Stargast erwartet.

shz.de von
erstellt am 10.Feb.2017 | 06:00 Uhr

Sie sind nicht mehr wegzudenken aus dem Kulturleben der Stadt und bereichern seit nunmehr 18 Jahren die kulturelle Szene in Bad Oldesloe: Die Frauenkulturtage, die – was der Name nicht unbedingt vermuten lässt – auch allen interessierten Männern offen stehen. Das Besondere an den neun Veranstaltungen von Februar bis November ist aber nach wie vor, dass fast ausschließlich Frauen auf der Bühne stehen.

Sängerinnen, Krimiautorinnen, Filmemacherinnen und Kabarettistinnen bieten im Kub und in der Johannisloge ein hochklassiges Programm, das in diesem Jahr den Schwerpunkt Plattdeutsch hat. Und natürlich kommen auch die kulinarischen Gelüste nicht zu kurz.

Stargast ist diesmal die Hamburger Autorin Dora Heldt, die ihren neuesten Krimi „Wir sind die Guten“ am 15. September in der Johannisloge vorstellen wird. Die gebürtige Sylterin avancierte zur Bestseller-Autorin, deren Romane zum Teil verfilmt wurden. „Endlich hatte ich das Glück, sie engagieren zu können“, sagt Gleichstellungsbeauftragte Marion Gurlit, die die Frauenkulturtage zusammen mit Dr. Sylvina Zander von der Kulturabteilung auf die Beine gestellt hat.

Doch bevor Dora Heldt das schrägste Ermittlerteam, das Sylt je erlebt hat, vorstellen wird, gibt es am Freitag, 24. Februar, ab 19.30 Uhr erst einmal einen deftigen Krimiabend inklusive Büfett im Bürgerhaus. Unter dem Motto „Mord(s)geschichten“ lesen Renate Kiekebusch und Hedi Büttner aus ihrem ersten gemeinsamen, zweisprachigen Krimi – in hochdeutsch und platt. Die Gäste können sich derweil über ein italienisches Menü freuen, während sich ein Kommissar, der ein echter „Döspaddel“ ist, mit abgebrühten Landadeligen, sturen Bauern und korrupten Ärzten herumärgern muss. Ein süffig-prickelnder Krimi-Cocktail mit etwas hartem Abgang, aber mir norddeutsch drögem Humor und viel Ironie gewürzt.

Am 24. März geht es musikalisch weiter mit der Hamburger Tüdelband, die von Miriam Buthmann gegründet wurde, der einzigen Frau in der vierköpfigen Band, die ausschließlich niederdeutsche Popmusik zum besten geben wird. Das Konzert der Nordlichter beginnt um 20 Uhr um Kub-Saal.

Weiter geht es am Freitag, 5. Mai, um 19.30 Uhr mit der plattdeutschen Lesung von Annie Heger „Dat harr blond so eenfach ween kunnt“ in der Johannisloge. Die Ostfriesin schreibt unkonventionell und ungewöhnliche Geschichten aus ihrer maßlos unterschätzten Heimat und wird bei ihren außerostfriesischen Reiseerlebnissen von einem Pianisten begleitet.

Am Freitag, 9. Juni, singen ab 20 Uhr „Les Brünettes“ in der Johannisloge a- cappella vom Feinsten. Die vier jungen, selbstbewussten Frauen sind ausgebildete Sängerinnen und haben sich stimmlich auf ihren eigenen Weg gemacht, den es vorher in dieser Form noch gar nicht gab: The female way of a cappella. Nach der Sommerpause und Dora Heldts Lesung laden die Freimaurerlogenbrüder am 26. September in ihrer Johannisloge zum „Ladys Dinner“. Es soll ein gemütlicher Abend nur für Frauen im stilvollen Saal werden, die sich bei einem dreigängigen Menü austauschen und dabei neue, persönliche Kontakte knüpfen können.

„Im vergangenen Jahr haben wir erstmals bei den Frauenkulturtagen einen Film gezeigt. Das kam gut an, und deshalb werden wir in diesem Jahr gleich zwei Filme zeigen“, sagt Marion Gurlit. Am 4. Oktober wird im Kub-Saal der Film „Sufragette – Taten statt Worte“ gezeigt, in dem es um den Kampf um Frauen- und Wahlrechte geht. Am 15. November geht es um ein eher ernstes Thema: Wie gehen wir eigentlich mit dem Thema Tod um? Der Film „Utbüxen kann keener“ der beiden Filmemacherinnen Gisela Tuchtenhagen und Margot Neubert-Maric zeigt Interviews von Menschen, für die der Tod zwar Alltag, aber immer noch etwas Besonderes geblieben ist. Egal ob Sargtischler, Bestatter oder Totengräber, alle sprechen auch ihr eigenes Platt.

>Eintrittskarten für die Veranstaltungen im Kultur- und Bildungszentrum gibt es im Vorverkauf bei der Stadtinfo im Kub, für alle anderen Veranstaltungen in der Buchhandlung Willfang. Weitere Informationen und Kartenreservierungen unter Telefon (04531) 504540 oder 504170.












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