Pleite : Bundesliga-Traum ist ausgeträumt

Fand keinen Weg vorbei an HSV Torfrau Lela-Celin Naward:  Oldesloes  Torjägerin Theresa Lienau (Mitte)   blieb vor dem Tor glücklos.  Sie hatte zuvor in 18 Spielen 20 Mal getroffen.
Fand keinen Weg vorbei an HSV Torfrau Lela-Celin Naward: Oldesloes Torjägerin Theresa Lienau (Mitte) blieb vor dem Tor glücklos. Sie hatte zuvor in 18 Spielen 20 Mal getroffen.

Die B-Mädchen des FFC Oldesloe haben den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga verpasst. Das entscheidende Aufstiegsspiel gegen den Hamburger SV ging mit 2:8 (0:5) verloren.

shz.de von
23. Juni 2014, 08:00 Uhr

Die Enttäuschung hielt sich in Grenzen, zu groß war die Dominanz der Gäste. Die Hoffnung, in der kommenden Saison in der Kreisstadt einen Fußball-Bundesligisten zu beheimaten, erfüllte sich nicht. Im Kampf um die norddeutsche Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg ins Oberhaus haben die B-Mädchen des FFC Oldesloe die entscheidende Partie gegen den Hamburger SV mit 2:8 (0:5) verloren. Nach einem 3:1-Auswärtserfolg bei Niedersachsen-Meister TSG Ahlten II hätte den Stormarnerinnen ein Remis gegen den HSV gereicht, um den Sprung nach oben zu realisieren. Denn die Hamburgerinnen hatten zuvor nur mit 2:0 gegen Ahlten II gewonnen. Doch im Kurparkstadion machten die stark aufspielenden HSV-Kickerinnen mit dem FFC kurzen Prozess und verdienten sich den Aufstieg letztlich redlich.

„Der HSV war enorm stark, das wussten wir vorher. Ich hatte allerdings nicht damit gerechnet, dass wir abgeschossen werden, zumal bisher unsere Defensive eigentlich das Prunkstück war“, sagte FFC-Coach Bernhard Genendsch nach der deutlichen Pleite.

Die Partie begann äußerst unglücklich aus Sicht des FFC. Bereits kurz nach dem Anstoß leisteten sich die Oldesloerinnen einen Ballverlust im Mittelfeld. Den anschließenden Konter schloss Hannah Diekhoff nach 30 Sekunden zur HSV-Führung ab. Der FFC wirkte konsterniert, fahrig und unaufmerksam. Die Hamburgerinnen nutzten die Verunsicherung des Gegners und setzten nach. Kurz darauf hämmerte Michelle Kretzschmar das Leder an den Pfosten. Eiskalt erneut Hannah Diekhoff, die nach schöner Kombination auch ihre zweite Möglichkeit nutzte und die Gäste in der fünften Minute bereits mit 2:0 nach vorn schoss. Victoria Schulz setzte noch einen oben drauf und erhöhte elf Minuten später den Vorsprung auf 3:0. Damit war die Vorentscheidung bereits gefallen. Zwar tauchten die Gastgeberinnen anschließend zweimal gefährlich vor dem Gäste-Kasten auf (unter anderem wurde Neele Straube ein Treffer wegen angeblicher Abseitsstellung aberkannt), doch Zählbares sprang bei den Bemühungen nicht heraus. Der HSV hingegen konterte wie aus dem Lehrbuch. Die quirligen und pfeilschnellen Diekhoff (35.) und Kretzschmar (40.) legten per schnellem Gegenstoß bis zur Pause noch die Treffer vier und fünf nach.

Immerhin kamen die Oldesloerinnen engagierter aus der Pause. Julia Peschel verkürzte schnell auf 1:5 (47.). Doch der HSV ließ sich davon nur kurz aus dem Rhythmus bringen. Diekhoff per Doppelpack (47. und 57.) und Andrea Sophie Bütje (80.) schraubten den Vorsprung auf 8:1 in die Höhe, ehe Peschel (89.) noch etwas Ergebniskosmetik betrieb.

„Der HSV hat verdient gewonnen, aber ich hatte schon gehofft, dass wir die Partie ausgeglichener gestalten können. Nach fünf Minuten 0:2 hinten zu liegen, war natürlich bitter und sicherlich der Knackpunkt“, so Oldesloes Trainer Genendsch.
Für den FFC Oldesloe spielten: Dellmuth, Bein Snee, Jaeger, Franke, Lienau, Reiter, Neele Straube, Galys, Kleemann, Peschel, Riesel. Zilesch,
Rickert, Trostmann , Leu.

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