KGR Ahrensburg : Buhl und Paschen weisen Kritik zurück

Hans-Jürgen Buhl.  Foto: st
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Hans-Jürgen Buhl. Foto: st

Die Abgabe des Gemeindehauses sorgte für Kritik. Dabei behält der Gemeinderat die Oberhand in den Diskussionen.

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29. Dezember 2012, 08:28 Uhr

Ahrensburg | Propst Hans-Jürgen Buhl und Detlev Paschen, Vorsitzender des Kirchengemeinderats, können die Aufregung um den geplanten Verkauf des Gemeindehauses St. Johannes zwar verstehen, weisen die Kritik aus dem Offenen Brief des Chorbeirats der Kantorei aber zurück. Sich von Räumen trennen zu müssen, stelle nicht automatisch die darin geleistete Arbeit in Frage, so Paschen "auch wenn dies vereinzelt so gefühlt werden mag".

Er könne die emotionale Lage der Betroffenen nachvollziehen, allerdings würden Gremien der Kirchengemeinde schon längere Zeit Möglichkeiten prüfen, wie das finanzielle Defizit strukturell abgebaut werden kann, sagt Paschen: "Angesichts leerer Kassen und defizitärer Haushaltslage wäre es meines Erachtens unverantwortlich, Kirchensteuermittel in marode Gebäude zu stecken und gut vorbereitete Entscheidungen noch länger hinauszuzögern."

"Es ist wichtig und richtig, große Entscheidungen möglichst auf breiter Basis zu diskutieren. Und es gut und richtig, wenn sich alle Gemeindeglieder verantwortlich fühlen, zum Wohl der Gemeinde zu agieren. Dabei darf aber nicht übersehen werden, dass die Kirchengemeindeordnung die Hauptverantwortung beim Gemeinderat sieht. Das gilt insbesondere für Entscheidungen, die Haushalt, Personal, Gebäude betreffen", betont auch Propst Buhl.

Die Kantorei und der Freundeskreis seien mit die ersten gewesen, die von den anstehenden Veränderungen erfahren haben, sagt Pastor Detlev Paschen. Gesprächsangebote seien allerdings mit Hinweis auf die vorweihnachtliche Probenarbeit und Weihnachtszeit auf das neue Jahr terminiert worden.

Der Ahrensburger Kirchengemeinderat werde bei seinen Beratungen von den Fachabteilungen des Kirchenkreises Hamburg-Ost unterstützt, betont Hans-Jürgen Buhl. Und bei Entscheidungen wie Aufgabe und Verkauf von gemeindlich genutzten Gebäuden müsse eine kirchenaufsichtliche Genehmigung ausgesprochen werden. "Als Propst bin ich selbstverständlich in einen solchen Prozess mit einbezogen und unterstütze den KGR dabei, das richtige Maß und die notwendige Begleitung für solche Entscheidungen zu finden. Niemand von uns hat das Bedürfnis, sich leichtfertig und unüberlegt von Gebäuden zu trennen. Ahrensburg ist nicht arm an Personal und Gebäudebestand, muss aber in der Lage sein, beides auch halten zu können", so Buhl.

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