Miniatur-Wunderland : Büttenwarder auch klein ganz groß

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Grönwohlder Gasthof „Unter den Linden“ ist mit Adsche, Brakelmann und Co. jetzt auch im Miniatur-Wunderland vertreten.

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19. Mai 2015, 06:00 Uhr

Auf Augenhöhe (fast) mit Elbphilharmonie, Flughafen und Hauptbahnhof: Der Grönwohlder Gasthof „Unter den Linden“ hat es ins Miniatur-Wunderland geschafft. Dank Büttenwarder: Seit fast 20 Jahren wird die Serie dort gedreht, ist längst Kult, und hat Grönwohld zu einer Pilgerstätte für die Fans werden lassen.

„Büttenwarder ist eine norddeutsche Institution. Das passt einfach gut zusammen“, sagt Frederik Braun vom Miniatur-Wunderland, der „gar nicht mehr weiß, wer die Idee hatte“, aber keinen Moment zögerte, sie umzusetzen. So steht der Grönwohlder Gasthof zwar nicht ganz korrekt hinter einem Nordseedeich und neben diversen Schienensträngen, ist aber trotzdem eindeutig zu erkennen.

Wer genau hinschaut wird Kurt Brakelmann und „Adsche“ Tönnsen gleich viermal erkennen: Natürlich bei „Lütt un Lütt“ aber auch unterm Trecker oder in der Zinkwanne. Details aus sieben Folgen „Büttenwarder“ hat Sonja Schröder als Vorbild für die Miniatur-Ausführung genommen und alle relevanten Figuren der Serie in Szene gesetzt. „Ich habe mich sehr über den Auftrag gefreut, weil ich auch Büttenwarder-Zuschauer bin. Da kommt man schnell vom hundersten ins tausendste“, sagt Sonja Schröder, die Adsche und Brakelmann noch zweimal in Geschenk-Ausführungen („Das war am schwierigsten“) für den NDR und für Peter Heinrich Brix bastelte.

Ein nachträgliches Geschenk zum Geburtstag von Brix, der erst 60 Jahre alt werden und 61 Folgen „Büttenwarder drehen musste, um das erste Mal ins Miniatur-Wunderland zu kommen. „Ich war noch nie hier und bin ein bisschen wie von der Böe gestreift“, sagte er in Anbetracht der weltumspannenden Miniaturen. Und von Moderator Hubertus Meyer-Burckhardt, der Brix als Vertreter der Poloyphon gratulierte, die „Neues aus Büttenwarder“ von Anfang an produziert.

Wie sehr die Serie das Norddeutsche auch im Detail trifft, zeigte der Mofa- und Mopedclub Lüjensee. Vor gut einem Jahr hat sich der Verein gegründet, der dem süßlichen Geruch alter Zwei-Takter mit 50 Kubik und Namen wie Zündapp, Kreidler, Hercules, Puch, Simson oder Vespa verfallen ist. „Das ist voll im Trend“, sagt „Präsi“ Guido Hübener, „wir mussten schon einen Aufnahmestopp machen.“ Für den Fahrer der roten Vespa, die immer umfällt und in Lütjensee repariert wird, machten sie natürlich eine Ausnahme. Schließlich haben Adsche und Brakelmann das Mofa wieder ins allgemeine Bewusstsein zurückgeholt. Da die bunte Truppe gut nach Büttenwarder passen würde, hatte Christoph Timm den NDR angeschrieben. Eine Zusage für einen Gastauftritt gab es noch nicht, aber eine Einladung zur Miniatur-Einweihung.

In Büttenwarder Landtracht und mit fast 20 Mopeds wollten die Lütjenseer anrücken. Von den sieben Wagemutigen, die sich mit ihren Zweirädern auf den Landweg begeben hatten, kamen aber nur drei schadensfrei an. Einer schaffte es mit halber Kraft und Verspätung, die anderen wurden mit auf den Hänger verladen.

An der guten Laune änderte das nichts, vor allem nicht, als man Peter Heinrich Brix zum Ehrenmitglied ernannte und anschließend eine Ehrenrunde mit dem Schauspieler an der Spitze drehte.

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