Ahrensburg : Bürgermeister Sarach muss in die Stichwahl

Aus dem Rennen: Jörg Hansen wird von seiner Frau Susanna getröstet. Er hat es nicht in die Stichwahl geschafft.  Fotos: Rüscher
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Aus dem Rennen: Jörg Hansen wird von seiner Frau Susanna getröstet. Er hat es nicht in die Stichwahl geschafft. Fotos: Rüscher

Die Wahlbeteiligung in Ahrensburg war mit unter 40 Prozent erschreckend gering. Der nächste Wahlgang findet in zwei Wochen statt.

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27. September 2015, 11:49 Uhr

Ahrensburg | Die Entscheidung ist vertagt: Erst nach einer Stichwahl am 11. Oktober wird feststehen, wer nächster Ahrensburger Bürgermeister wird. Im ersten Wahlgang am Sonntag erreichte keiner der drei Kandidaten die absolute Mehrheit. Die Ergebnisse: Amtsinhaber Michael Sarach (SPD) bekam 46,1 Prozent der Stimmen, gefolgt von Christian Conring (CDU) mit 37,6 Prozent und Jörg Hansen (Grüne) mit 16,4 Prozent.

„Ich habe mit einer Stichwahl gerechnet – das war relativ klar“, zeigte sich Michael Sarach am Wahlabend zufrieden. „Wir müssen jetzt nur erreichen, dass mehr Bürger zur Wahl gehen“, bedauerte Sarach – wie auch die anderen beiden Kandidaten – die geringe Wahlbeteiligung: Lediglich 39,8 Prozent der 26.947 Wahlberechtigten waren zu den Urnen gegangen.

„Die Wahlbeteiligung ist erschreckend“, sagte Christian Conring, der das Ergebnis als „deutliches Zeichen für einen gewollten Wechsel im Bürgermeisteramt“ bewertete. „Menschen aus anderen Ländern kommen zu uns, weil sie die Demokratie schätzen, in der wir leben – wir müssen jetzt aber auch diese Demokratie zeigen“, kommentierte der Christdemokrat die geringe Wahlbeteiligung.

Jörg Hansen war sichtlich enttäuscht: „Ich hätte schon mit einem besseren Ergebnis gerechnet.“ Auch er hatte wenig Verständnis für die schlechte Wahlbeteiligung. „Ich glaube aber nicht, dass die Bundespolitik dabei eine Rolle gespielt hat“, so Hansen.

Ob es in den kommenden zwei Wochen bis zur Stichwahl noch völlig neue Wahlthemen geben wird, ließen die beiden Kandidaten offen: „Ich werde meinen Job machen, das ist hier meine Aufgabe“, sagte Sarach. Christian Conring will diese Frage von der „aktuellen Entwicklung“ abhängig machen.

Kurz vor 19 Uhr stand das vorläufige Endergebnis fest, der erste Wahlbezirk, der seine Schnellmeldung abgegeben hatte, war der Bezirk 21 (Bauhof). Nach Angaben von Wahlleiter Fabian Dorow hatte es am Wahlsonntag keinerlei Zwischenfälle gegeben, „alles war gut vorbereitet und lief perfekt ab.“

Für Thomas Bellizzi (FDP) ist die Wahl noch längst nicht entschieden. „Es gab das erwartete Ergebnis, die Kandidaten müssen sich aber mehr Mühe geben, die Bürger zur Wahl zu motivieren.“

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