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Stormarner Tageblatt

20. Oktober 2017 | 06:03 Uhr

Bürger besorgt: Wird Papendorf abgehängt?

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

shz.de von
erstellt am 04.Okt.2013 | 00:36 Uhr

Bewohner des Ortsteiles Papendorf machen sich Sorgen. „Verliert Papendorf den Anschluss?“, fragen sie in einem Flugblatt, das sich an ihre Nachbarn richtet, die sich bisher nicht für den Anschluss ans Glasfasernetz entschieden haben. Hintergrund: Die Vereinigte Stadtwerke Media GmbH aus Nusse versorgt Brunsbek mit dem schnellen Internet per Breitbandkabel. Voraussetzung für den Anschluss der Dörfer ist, dass 55 Prozent der Einwohner einen Anschluss beantragen. Die Stadtwerke versorgen wahlweise mit Internet, Telefon und Fernsehen oder allem kombiniert, was monatlich zwischen 16,90 Euro und 59,80 Euro kostet, je nachdem, was man bucht. In den Ortsteilen Kronshorst und Langelohe wurde die Quote erreicht, in Papendorf liegt sie derzeit bei 34 Prozent.

„Wir erschließen nur, wenn 55 Prozent der Anwohner mitmachen, sonst lohnt sich der Aufwand finanziell nicht“, sagt Petra Grimm von den Stadtwerken, zuständig für den Vertrieb. „Unsere Tochter braucht das Internet, um Referate für die Schule auszuarbeiten. Internet wird heute vorausgesetzt“, sagt Jörg Reiche, der zudem beim abendlichen Surfen schnell feststellt, dass das Internet immer langsamer wird, je mehr Leute es benutzen. Thorsten Erb möchte, dass sein Fernseher besser läuft und Filme sich schneller herunterladen lassen. „Wenn wir jetzt nicht den Anschluss bekommen, bleibt Papendorf ein Tal der Ahnungslosen“, meint auch Sandra Reiche. Wenn die Papendorfer sich nicht bald entschließen, wird das Glasfaserkabel an ihnen vorbei nach Braak geführt. Später wird es obendrein deutlich teurer: Dann kostet ein Anschluss etwa 800 Euro, denn die Stadtwerke erlassen den Kunden in der Werbephase diese Gebühr. Schon jetzt wird es einige Zeit dauern, bis Papendorf dran ist. „Unsere Handwerker sind bis ins nächste Jahr verplant, selbst wenn jetzt die Quote erreicht würde, könnte erst ab Mitte 2014 verlegt werden“, erläutert Petra Grimm. In Kronshorst steht der Baubeginn dagegen unmittelbar bevor.



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