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Stormarner Tageblatt

14. Dezember 2017 | 05:48 Uhr

E-Mobilität : Buddikate-Ost: O’zapft is!

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der ersten E-Schnellladesäule in Schleswig-Holstein sollen bundesweit gut 400 an den Autobahnen folgen.

shz.de von
erstellt am 20.Nov.2015 | 06:00 Uhr

Der Pate für die erste E-Schnellladesäule an einer Autobahntankstelle in Schleswig-Holstein ist Gero Storjohann (CDU), Mitglied des Bundestags und Sprecher der CDU/CSU-Fraktion für Verkehrssicherheit und Straßenverkehr. „Es ist wichtig, dass die Bürger in unserem Bundesland an Fortbewegungskonzepten der Zukunft teilhaben“, sagte der Verkehrsexperte bei der offiziellen Inbetriebnahme an der Raststätte Buddikate-Ost.

Dies sei ein erfreuliches Signal, die E-Mobilität auf den Weg zu bringen. Ziel sei es, so Storjohann, dass im Jahr 2020 eine Million E-Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs sind. Das sei zwar ehrgeizig, jedoch sinnvoll und notwendig. Zurzeit sind in Deutschland nur 24  000 Elektroautos angemeldet. Viel zu wenig, findet Storjohann. In den Städten sei die Versorgung mit E-Ladestation bereits gegeben, nicht aber auf Langstrecken. Storjohann: „Wir wollen eine Kette von Ladestationen entlang den Autobahnen errichten.“ Dafür hätte der Bundestag insgesamt neun Millionen Euro für einen Zeitraum von drei Jahren bereitgestellt. Geplant ist – in Kooperation mit dem Hersteller RWE Effizienz und dem Betreiber Tank & Rast – langfristig 400 Raststätten mit E-Ladesäulen auszustatten. Auch mit anderen Betreibern von Raststätten werden Verhandlungen geführt. In der ersten Ausbauphase werden 50 Schnellladestationen an Verkehrsachsen mit bundesweiter Bedeutung errichtet - wie die beiden E-Säulen Buddikate-Ost und West.

„So schaffen wir eine fast lückenlose Versorgung für Elektroautos“, erklärt Ministerialdirigent Christian Weibrecht vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. Das Ziel, das größte zusammenhängende Netz auf deutschen Autobahnen zu errichten, wolle man noch in dieser Legislaturperiode erreichen. Im Schnitt soll dann alle 30 Kilometer eine E-Ladesäule an Autobahnen stehen, an der zwei Autos gleichzeitig binnen 20 bis 30 Minuten geladen werden können. 15 Minuten „Strom tanken“ reichen für rund 100 Kilometer. Eine solche Station kostet im Schnitt 100  000 Euro. Zunächst ist die Aufladung kostenfrei. Die Stationen sind ausbaufähig. Da sei auch Idealismus dabei, um die E-Mobilität Schritt für Schritt voranzubringen, so Weibrecht. Langfristig sind 16 Anlagen in ganz Schleswig-Holstein geplant.

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