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Stormarner Tageblatt

22. Oktober 2017 | 08:36 Uhr

Brückenschlag für die Tierwelt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

A 7 für Hirsch und Co. unüberwindbar / Zwei Überführungen sollen helfen

shz.de von
erstellt am 18.Mär.2016 | 13:35 Uhr

Die A  7 ist die Lebensader Schleswig-Holsteins – und zerschneidet gleichzeitig uralte Wege durch das Land: Für Tiere, von Ameisen und Käfern bis zu Rothirschen, ist sie eine fast unüberwindbare Barriere. Um die getrennten Lebensräume wieder zu vernetzen, entstehen im Rahmen der A  7-Baustelle derzeit zwei jeweils fünf Millionen Euro teure Grünbrücken. Die Kosten sind Teil des 600-Millionen-Budgets für den Ausbau. Die Bauwerke bei Brokenlande und Bad Bramstedt sollen es den Tierarten ermöglichen, die Autobahn ohne Gefahr für sich selbst und die Autofahrer zu überqueren.

„Mit dem Bau der Grünbrücken verfolgen wir zwei Ziele“, erläuterte gestern Torsten Conrad, Leiter des Landesbetriebes Straßenbau und Verkehr, bei einem Ortstermin auf der Baustelle bei der Raststätte Brokenlande. Zum einen wollen wir so die Zahl der Wildunfälle reduzieren, gleichzeitig verbessern wir nachhaltig die Bedingungen für die Tiere.

Neben den Brücken, die 63 Meter lang sind und die Autobahn 45 Meter weit überspannen und wegen ihrer Größe und Bauweise vier bis fünf Mal so viel kosten wie eine normale Straßenbrücke, ist ein ganzes Paket von Umweltmaßnahmen für den Autobahnbau geplant. „Darum ist der Ausbau für den Naturschutz eigentlich kein großes Problem“, sagte Björn Schulz, Projektleiter von der Stiftung Naturschutz. Ein Zaun von Bordesholm bis Schnelsen soll verhindern, dass größere Tiere die neuen Brücken ignorieren und über die Fahrbahn laufen. Vier Meter hohe Wände dienen als Fledermaus-Überflughilfen und verhindern, dass sie von Lkw getötet werden, erweiterte Durchlässe von Bächen bieten Amphibien und Ottern die Möglichkeit, die A7 zu unterqueren. Die Brücken sollen im Herbst 2017 fertig sein und über so genannte Lebensraum-Korridore mit weiteren Grünbrücken über den anderen Autobahnen im Land vernetzt werden. Seite 3 / Kommentar Seite 2

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