Lückenschluss : Brückenbau ab Frühjahr 2014

Stammt aus den 60er Jahren und ist marode: Die Brücke zwischen Reecke und Hamberge ist wegen Schäden gesperrt.
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Stammt aus den 60er Jahren und ist marode: Die Brücke zwischen Reecke und Hamberge ist wegen Schäden gesperrt.

Die marode Verbindung zwischen Hamberge und dem Lübecker Ortsteil Reecke soll Ende 2014 wieder hergestellt sein. Seit Januar ist die Brücke wegen mangelnder Trägfähigkeit gesperrt. Besonders für Schulkinder hat das lange Umwege zur Folge.

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08. Oktober 2013, 13:00 Uhr

Seit Ende Januar ist die Straßenbrücke des Ziegeleiweges über die Trave im Lübecker Stadtbezirk Reecke gesperrt. Das war notwendig geworden, weil die Brücke keine ausreichende Tragfähigkeit mehr aufweist. Seitdem laufen die Vorbereitungen für den Neubau. Nach derzeitigem Stand sollen die Arbeiten im Frühsommer 2014 beginnen. Geplant ist eine einspurige, zwischen den Bordsteinen vier Meter breite Querung aus Stahl und Beton, zu errichten, die auch von modernen Mähdreschern befahren werden kann. Außerdem erhält die Brücke einen Gehweg, auf dem Kinder sicher zur Schule gehen können. Die Lübecker Stadtverwaltung hatte beim Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr (LBV) einen Förderantrag eingereicht und der ging weier ans Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie. Das Ministerium hatte dann mitgeteilt, das Geld für eine Gehwegbrücke bereitstellen zu wollen, wobei die Mittel für den Bau einer Straßenbrücke verwendet werden dürfen. Daher wurde ein sogenannter „Fiktiventwurf“ beim LBV eingereicht.

Die Brücke selbst soll als Verbundträger ausgeschrieben werden. Das heißt, die neue Brücke wird Stahlträger mit einer darüber liegenden Betonplatte erhalten. Die alten Pfeiler können nicht wieder verwendet werden, da es in der Vergangenheit bereits Verformungen gab, die die Gründung bis zur Grenze beanspruchen.

Beim Neubau werden die Zwischenpfeiler enger als bislang stehen, so dass die Brücke optisch „schlanker“ wird und auch günstiger wird. Wie teuer der Bau wird, kann erst nach der Auftragsvergabe gesagt werden.

Abgeschlossen sind die Vorplanungen: Die Umgebung ist vermessen und kartiert sowie der Baugrund untersucht worden. Die Zustimmung der Grundstückseigentümer liegt (zumindest mündlich) vor, so dass auch die Trasse für eine Behelfsbrücke feststeht.

Derzeit laufen neben der Objekt- und Tragwerksplanung die Untersuchungen zum Natur- und Umweltschutz. Denn die Brücke liegt innerhalb eines FFH-Gebietes. Auch die Genehmigung der Unteren Wasserbehörde steht noch aus, denn die Bautätigkeit kann Einfluss auf die Trave haben.

In den nächsten Wochen wird die Entwurfsplanung des Ersatzneubaus abgeschlossen, so dass als nächster Schritt die Ausschreibungsunterlagen vorbereitet und die voraussichtlichen Kosten berechnet werden. Ziel ist es, die Brücke während des Winters 2013/2014 bzw. Frühjahrs auszuschreiben, damit im Frühsommer 2014 die Arbeiten beginnen können. Als Fertigstellungstermin wird Ende 2014 angestrebt.

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