Reinfeld : Brücke führt ins Nirgendwo

Die Brücke führt ins Niemandsland: Im Herbst soll mit den Bauarbeiten zur Anbindung an die Reinfelder Innenstadt begonnen werden.
Die Brücke führt ins Niemandsland: Im Herbst soll mit den Bauarbeiten zur Anbindung an die Reinfelder Innenstadt begonnen werden.

Bauausschuss macht den Weg frei für Fahrstuhl und Treppe zur Innenstadt. Doch das Vorhaben gerät ins Stocken.

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14. Juni 2015, 14:30 Uhr

Das sieht tatsächlich aus wie ein Schildbürgerstreich. Die 2010 errichtete Aluminiumbrücke über die Mühlenau beim Claudiushof hat 120  000 Euro gekostet und führt bis heute ins Nirgendwo. Dabei liegen die Pläne für eine Anbindung mit Fahrstuhl und Treppe zur Innenstadt bereits seit langem vor. Doch das Vorhaben geriet ins Stocken, obwohl die Mittel von 290  000 Euro laut Bauhof-Koordinator Marian Stickel längst im Haushalt eingestellt sind. Grund ist das angrenzende, brachliegende Grundstück zwischen Rathaus und der Seniorenanlage Claudiushof, auf dem eigentlich das Rathaus-Center entstehen sollte.

Wann und ob dieses gebaut wird, steht noch in den Sternen. Die Pläne liegen auf Halde. Die Mitglieder des Bauausschuss wollen diese Situation nun nicht länger hinnehmen und erklärten in der Sitzung das Projekt „Brückenanbindung“ zu einem eigenständigen Bauvorhaben, um im Herbst endlich mit den Baumaßnahmen beginnen zu können. So hofft es zumindest Bauamtsleiter Stephan Kruse. Geplant ist ein gepflasterter Weg von der Brücke bis hin zu einem Treppenaufgang und einem Fahrstuhl mit Glastüren im Betonschacht, der Gehbehinderte in weniger als 20 Sekunden auf den vier Metern höher gelegenen Rathausplatz bringt. So soll Senioren, Behinderten und Müttern mit Kinderwagen der Umweg am Herrenteich entlang erspart bleiben. Der Kostenanteil der Stadt beträgt 10 Prozent, der Rest kann durch die Städtebauförderung finanziert werden.

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