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Brandstiftung : Brandserie in Schwarzenbek: Polizei ermittelt in mehrere Richtungen

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Die Ermittler gehen bei den jüngsten Fällen von Brandstiftung aus. Zusammenhänge zwischen den Taten soll es nicht geben.

shz.de von
erstellt am 26.Jun.2017 | 15:27 Uhr

Schwarzenbek | Die Polizei äußerte sich am Montag überraschend zu der Brandserie, die seit Monaten die Menschen in Schwarzenbek (Kreis Herzogtum Lauenburg) beunruhigt. So gehen die Beamten neben zahlreichen Taten in Schwarzenbek auch bei dem wiederholten Brand eines Autos am Samstag auf dem Pendlerparkplatz an der B207 bei Talkau von Brandstiftung aus – allerdings soll es laut Polizeisprecher Holger Meier keinerlei Zusammenhänge geben. Wie die Beamten zu dieser Erkenntnis gelangt sind, darüber schweigen sie. „Dann würden wir alles kaputt machen“, erklärte Meier auf Nachfrage.

Zuletzt hatte es nach einem Werkstatt-Brand vergangene Woche eine groß angelegte Kontrollaktion der Polizei gegeben, um unter den Autofahrern mögliche Verdächtige identifizieren zu können. Ob es sich um einen oder mehrere Täter handelt, ist noch unklar.

Vier Wochen zuvor hatte man sich noch Zeit gelassen, die nur 300 Meter entfernte Ruine des ehemaligen China-Restaurants „Jade“ auf die Brandursache hin zu untersuchen. „Die Untersuchung des Brandortes ermöglicht die Schlussfolgerung, dass bei dem Feuer in der Autowerkstatt lediglich eine Verbindung zu den Kfz-Bränden suggeriert werden sollte“, so Meier.

Denn nachdem zahlreiche Autos in der Stadt wohl durch auf den Reifen platzierte Grillanzünder ausgebrannt waren, fand man auch in der Werkstatt Grillanzünder. Das Gebäude war wohl nicht so stark in Flammen aufgegangen, wie es sich der Brandstifter erhofft hatte. Möglich, dass den Ermittlern das jetzt Ansätze bietet. „Details aus den Ermittlungen werden nicht bekannt gegeben, um diese nicht zu gefährden“, sagte Meier. Die Untersuchungen laufen auch noch zu dem Fall vom Mai, als brennender Grillanzünder Schwarzenbeker Siedlung in der Rülau durch ein gekipptes Fenster in ein Haus geworfen wurde – zum wiederholten Mal.

Nach sh:z-Informationen sollen die Besitzer einiger ausgebrannter Autos eine Verbindung zu einer Schwarzenbeker Bar haben. Ein betroffener BMW soll außerdem zu dem Umfeld des Betreibers des 2015 abgebrannten Sportlerheims an der Schützenallee gehören.

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