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Kleine Feuerwehr : „Brandschutz ist gesichert“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Pläne für eine Zwangswehr in Heidekamp sind vom Tisch, auch wenn die Mindestgröße unterschritten wird. Die Situation wird von der Fachaufsicht des Kreises geduldet.

„Der Brandschutz in Nordstormarn ist sichergestellt. Keiner der 10 500 Bürger muss Angst um seine Sicherheit haben, wenn die Feuerwehren zu Brand- oder Hilfeleistungseinsätzen gerufen werden.“ Das bekräftigten Amtswehrführer Albert Iken (Hamberge), Amtsdirektor Sönke Hansen, Amtsvorsteher Paul Friedrich Beeck und Heidekamps Bürgermeister Horst Mosler jetzt in einem Gespräch mit dem Stormarner Tageblatt.

Hintergrund waren unter anderem die öffentlich geäußerten Befürchtungen des Heidekamper Gemeindewehrführers Stefan Thews und die Äußerungen des ehemaligen Heidekamper Bürgermeisters Sven Müller, der in den letzten Wochen seiner Amtszeit immer wieder die Aufstellung einer Pflichtfeuerwehr ins Gespräch gebracht hatte.

Iken erläuterte, dass jede Feuerwehr, und sei sie noch so klein, jederzeit einsatzbereit sei. „Weil wir durchaus wissen, dass wir am Tage in vielen Wehren nicht ausreichend Personal zur Verfügung haben, werden ja die Alarm- und Ausrückeordnungen (AAO) so aufgestellt, dass bei einem Einsatz immer mehrere Wehren alarmiert werden. Damit erreichen wir, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Hilfsfristen eingehalten werden“, so Iken. Zudem seien die 19 Freiwilligen Feuerwehren mit ihren insgesamt 460 Einsatzkräften gut aufgestellt. Allerdings könne man jederzeit Personal gebrauchen und die Feuerwehren würden nie müde, um neue Mitglieder zu werben. „Das ist auch gut so“, ist Iken überzeugt.

„Natürlich ist uns bewusst, dass wir in Heidekamp unter der Mindestgröße von 27 Einsatzkräften liegen“, sagt Bürgermeister Horst Mosler. Doch die Gemeinde als Träger der Feuerwehr stehe mit der zuständigen Fachaufsicht des Kreises in Kontakt und von dort habe man signalisiert, dass man die jetzige Situation dulde, zumindest für die kommenden Jahre. „Für uns bedeutet das, dass wir jetzt erst einmal Ruhe in die Feuerwehr bekommen. Eine Pflichtwehr wird es in Heidekamp nicht geben. Das wäre ein unverhältnismäßiger Eingriff in die Persönlichkeitsrechte der Bürger“, erklärte Mosler. Die Feuerwehr Heidekamp gebe sich alle Mühe, die Personalstärke noch zu vergrößern.

„Die Freiwilligen Feuerwehren im Amt Nordstormarn sind nicht nur eine starke Gemeinschaft, sondern sind auch ein verlässlicher Partner für die Sicherheit“, so Amtsvorsteher Paul-Friedrich Beeck. Er zählt selbst seit mehr als 40 Jahren zur Einsatzabteilung in der Wehr seines Heimatorts. „Man muss nicht alles können. Wichtig ist, dass man dabei ist und sich seinen Möglichkeiten entsprechend einbringt. Egal ist auch, ob man mit 18 oder mit 59 Jahren in die Feuerwehr eintritt“, so Beeck.

Auch Albert Iken, seit vielen Jahren als Amtswehrführer an der Spitze der Wehren, zeigte sich wie Amtsdirektor Sönke Hansen überzeugt, dass es sich lohne, bei der Feuerwehr mitzumachen. Die Möglichkeiten seien vielfältig. Und nicht zuletzt dienten die Feuerwehren ja auch als Kulturträger ihrer Gemeinde und trügen zum Zusammenhalt bei.

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