Bad Oldesloe : Bombendrohung: Tankstelle und Wohnhäuser evakuiert

Kurz nach der Sperrung herrschte schon wieder reger Betrieb an der Tankstelle.
Kurz nach der Sperrung herrschte schon wieder reger Betrieb an der Tankstelle.

Großaufgebot an Rettungskräften an der Ratzeburger Straße in Bad Oldesloe.

shz.de von
22. August 2016, 06:00 Uhr

Es war ein echter Schock in den Morgenstunden in Bad Oldesloe und sicherlich alles andere als ein kleiner Streich. Ein noch unbekannter Anrufer meldete sich laut der Polizeileitstelle gestern um 6.35 Uhr bei einer Mitarbeiterin der Hem-Tankstelle an der Ratzeburger Straße. Am Telefon erklärte der Anonyme, dass noch eine halbe Stunde Zeit bliebe, bis die Tankstelle zur Explosion gebracht werde.

Schnell schaltete die Mitarbeiterin die Zapfsäulen ab und sperrte die Tankstelle bevor ein Großaufgebot an Rettungskräften am vermeintlichen Tatort eintraf und sich ein Bild von der Lage machte.

Die Polizei evakuierte das Gelände der Tankstelle und auf Grund der noch unklaren Gefahrenlage auch angrenzende Wohnhäuser, die bei einer möglichen Explosion im Gefahrenbereich gelegen hätten. Ein Sprengstoffsuchkommando untersuchte die Tankstelle und die Umgebung genau.

Während dieser Maßnahmen musste auch die Bundesstraße 208 voll gesperrt werden. Es kam zu Staubildungen in der Oldesloer Innenstadt und massiven Verkehrsbehinderungen.

Die Bombensuche verlief erfolglos. „Es wurde keine Bombe oder ein ähnlicher Gegenstand gefunden, der hätte zur Explosion gebracht werden können“, erklärte ein Polizeisprecher.

Um 9.04 Uhr beschlossen die Einsatzkräfte, die Sperrungen aufzuheben und abzurücken. Die Hintergründe des Drohanrufes seien noch vollkommen unklar. Die Ermittlungen laufen.  

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