Bad Oldesloe : Bombe gefunden: Am Montag wird evakuiert – 1200 Menschen betroffen

Im Neubaugebiet wurde der Blindgänger gefunden.
Im Neubaugebiet wurde der Blindgänger gefunden.

Im Oldesloer Baugebiet Claudiussee wurde eine Zehn-Zentner-Bombe aus dem 2. Weltkrieg entdeckt. Am Montag wird evakuiert. Auch der Zugverkehr wird eingestellt.

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28. Juli 2018, 06:00 Uhr

Bad Oldesloe | Bei den Tiefbauarbeiten im Neubaugebiet Claudiussee ist bei einer routinemäßigen Überprüfung durch eine Firma eine Weltkriegsbombe entdeckt worden. Der Blindgänger liegt in Nähe der Bahnlinie etwa fünf Meter tief unter der Erde. Da es sich um eine Zehn-Zentner-Bombe handelt, muss der Bereich für die Entschärfung großräumig evakuiert werden.

Die Bewertung durch den Kampfmittelräumdienst Schleswig-Holstein (KRD) und örtliche Behörden ergab, dass die Fliegerbombe am kommenden Montag entschärft und geborgen werden soll. Der planmäßige Beginn ist auf 11 Uhr terminiert. Die Zeit für die Entschärfung haben die Experten mit etwa 45 Minuten angesetzt, das hängt in der Realität allerdings vom Zustand der Bombe des Zünders ab.

1200 Personen betroffen

Da trotz aller Erfahrung des Kampfmittelräumdienstes die Gefahr besteht, dass der Blindgänger doch explodiert, wird großräumig evakuiert. Der Sperrbereich, den alle Personen verlassen müssen, wurde vom verantwortlichen Beamten des Kampfmittelräumdienstes festgelegt. Er umfasst im Westen den Bereich bis zum Kurpark, im Norden bis zum Sülzberg und im Osten alle Häuser westlich von Pölitzer Weg und Schwarzer Damm.

Auf dieser Karte ist der Bereich zu erkennen, der Montag bis 10 Uhr geräumt werden muss.
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Auf dieser Karte ist der Bereich zu erkennen, der Montag bis 10 Uhr geräumt werden muss.

Geschätzt 1200 Personen, die innerhalb dieses Gebiets wohnen oder arbeiten, sind aufgefordert, Haus, Wohnung oder Büro am Montag bis spätestens 10 Uhr zu verlassen. Zudem sollte man sich auf eine mehrstündige Abwesenheit einrichten, falls die Entschärfung länger dauert. Bei der Evakuierung bitten Polizei und Stadt alle Beteiligten um Mithilfe.

Der Bahnhof liegt zwar nicht im Evakuierungsgebiet, der Zugverkehr auf der Strecke Hamburg – Lübeck wird ab 10.45 Uhr aber für die Dauer der Entschärfung eingestellt. Bereits am Freitag begannen städtische Mitarbeiter damit, Informations- und Handzettel in den betroffenen Straßenzügen zu verteilen. „Wir wären Ihnen sehr dankbar, wenn Sie auch Ihre ausländischen Mitbürger unterrichten würden“, heißt es dort unter anderem.

Gegenseitige Hilfe

Für alle, die nicht bei Familienangehörigen oder Freunden unterkommen können, steht am Montag ab 8 Uhr, auf dem Bahnhofsvorplatz ein klimatisierter Großraumbus bereit. Der Kreis richtet ab 7.30 Uhr ein Bürgertelefon ein. Unter Tel. 1601 160 werden nicht nur Fragen beantwortet. Wer behindert, bettlägerig oder hilfebedürftig ist und Unterstützung durch Hilfsdienste braucht, sollte sich möglichst früh an das Bürgertelefon wenden. Das Ordnungsamt der Stadt, Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei arbeiten eng zusammen und versuchen, die Beeinträchtigung so gering wie möglich zu halten.

„Benachrichtigen Sie bitte auch Nachbarn und Freunde, die in dem Bereich wohnen, damit diese Informationen an alle gelangen und die Evakuierungsmaßnahmen reibungslos ablaufen können. Unterstützen Sie auch speziell Nachbarn und Personen, die Hilfe benötigen“, appelliert die Polizei.

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